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Mehr Dauerbackwaren importiert, weniger exportiert

Die Schweizer Dauerbackwarenhersteller machten 2020 weniger Umsatz. Die Exporte gingen zurück, die Importe stiegen an.

von wy

Der Branchenumsatz der Schweizer Dauerbackindustrie ging im letzten Jahr erneut zurück. Insgesamt erzielten die Mitglieder des Verbandes Biscosuisse mit Biscuits, Salzgebäck,  brotähnlichen Gebäcken, haltbaren Frischbackwaren und Spezialprodukten einen Umsatz von 441 Millionen Franken, 0,6 Prozent weniger als 2019. 
Im Inland stieg der Umsatz um 1,3 Prozent auf 355,6 Mio. Franken, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Export der Biscosuisse-Mitglieder sank um 7,4 Prozent auf 85,3 Mio. Franken, der Export der gesamten Branche ging gemäss Eidg. Zollverwaltung um 16,5 Prozent auf 113,4 Mio. Franken zurück. 
Die Verkaufsmengen stiegen insgesamt um 1,5 Prozent an. Sie nahmen 2020 bei den Standard-Biscuitprodukten wie Petit Beurre, Nuss- und Mandelgebäcken um 3,5 Prozent zu. Bei Spezialitäten wie schokolatierten Gebäcken oder gefüllten Hüllen gingen die verkauften Mengen um 3 Prozent zurück. Die beiden Kategorien zusammen machten zwei Drittel der Gesamtproduktion aus. 
Bei den Kategorien mit kleinerem Umsatzanteil gingen die Verkaufsmengen zurück: Bei  haltbaren «Frischbackwaren» um 28,2 Prozent, bie Apéro- und Salzgebäcken um 5 Prozent, bei brotähnlichen Gebäcken um 2,2 Prozent. Stark eingebrochen ist der Absatz von Spezialfabrikationen wie Dessert-Halbfabrikaten (-33,6 Prozent).
Im Inland konnte die Branche die Verkaufsmenge um 2,4 Prozent auf 32’841 Tonnen steigern, der Umsatz erhöhte sich um 1,3 Prozent. Eine starke Zunahme gab es bei den Importen: Es wurden 12 Prozent mehr Standard-Biscuitprodukte und Spezialitäten importiert. Auch der Pro-Kopf-Konsum stieg um über 5 Prozent auf rund 5 1/2 Kilogramm. Insgesamt stieg der Importanteil für Standard-Biscuitprodukte um 5,2 Prozent auf 52,5 Prozent.
Die aus der Schweiz ausgeführte Menge ging 2020 gemässe Zollverwaltung um 9 Prozent auf 13’257 Tonnen zurück. Bei den Biscosuisse-Mitgliedern war der Rückgang mit -1 Prozent auf 10’375 Tonnen weniger stark.