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Orior wächst im Heimmarkt

Der Food-Conveniencehersteller Orior konnte seinen Umsatz dank des positiven Heimmarktes steigern. Durch die Corona-Massnahmen gab es Verschiebungen im Produkte- und Kanalmix.

von hps

Das Marken-Portfolio des Foodherstellers. (Bild: zVg)
Der Nettoerlös von Orior hat sich um 0,7  Prozent auf 600,3 Millionen Franken (wechselkursbereinigt +1.6 %) gesteigert, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Der EBITDA hat sich um 13,5 % auf 52,8 Millionen reduziert. Gelitten hat besonders das margenstarke Orior-Geschäft mit Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder Flughäfen und mit Gastrobetrieben. Durch die Umsetzung der behördlichen Massnahmen sowie des fast kompletten Einbruchs der Reisegastronomie und des Food Service, hat es Verschiebungen im Produkt- und Kanalmix gegeben. Der Food-Service-Kunden (Gastronomie, Grosshandel, Take-away, Event-Catering, Kantinen, Schulen und Mittagstisch) litt. 

Demgegenüber hat sich der Heimmarkt Schweiz umsatzmässig sehr gut entwickelt. Die Gruppen-Rentabilität habe sich dank Flexibilisierung der Kostenstrukturen und der Prozesse gegenüber dem ersten Halbjahr stark verbessert und befinde sich – Casualfood ausgenommen – zurück auf dem Niveau des zweiten Halbjahrs 2019. Casualfood wurde vor zwei Jahren übernommen und betreibt an Flughäfen Restaurants und litt entsprechend unter dem Schwund der Reisenden. 

Das Segment Convenience, zu dem etwa die Marken Le Patron oder auch Biotta gehören, erreichte knapp das Umsatz-Vorjahresniveau. Während der Detailhandel stark von der Coronakrise profitierte, gab es im Bereich Food-Service starke Einbrüche. Das Segment Refinement mit den Marken Rapelli, Albert Spiess und Möfag hatte ein von hohen Fleischpreisen und grossen Produkt- und Kanalmixverschiebungen geprägtes, sehr gutes Geschäftsjahr.

Für das laufende Jahr erwartet Orior eine Umsatzsteigerung, organisch von 0,8 bis 2.4 %, mit einer deutlichen Rentabilitätsverbesserung. Zudem will das Unternehmen eine attraktive Dividendenpolitik mit einer Steigerung der absoluten Dividende erreichen. Orior hat die Dividende auf 2,33 Franken je Aktie beantragt. Der Präsident des Verwaltungsrates,Rolf U. Sutter, wolle sich zudem nochmal für maximal zwei weitere Amtsperioden zur Wiederwahl zur Verfügung stellen.