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Umweltbelastung der Ernährung reduzieren

Wie kann die Umweltbelastung unserer Ernährung reduziert werden? Mit gezielten Importen und weniger Foodwaste entlang der Wertschöpfungskette, heisst es in einer neuen Studie von Agroscope.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
Nahrungsmittelimporte haben einen bedeutenden Einfluss auf die Umwelt. Forschende von Agroscope haben zwei Massnahmen untersucht, um die Umweltbelastung des Schweizer Warenkorbes an landwirtschaftlichen Produkten zu senken: Erstens die Wahl spezifischer Import-Herkunftsländer, in denen die landwirtschaftliche Produktion besonders umweltfreundlich ist. Zweitens das Vermeiden von Nahrungsmittelverlusten und -abfällen entlang der Wertschöpfungskette bis hin zum Konsum, was zu weniger Importen führt. 

Ergänzend zu Literaturrecherchen berechneten die Forschenden anhand von zwei Szenarien, wie stark sich die Umweltwirkungen durch diese beiden Massnahmen ändern, wie Agroscope in einer Mitteilung schreibt. Das erste Szenario schreibt den heutigen Ökologischen Leistungsnachweis ÖLN und das Direktzahlungssystem bis 2025 fort. Das zweite modelliert eine extensivere Schweizer Landwirtschaft mit tieferer Produktion, in der weitgehend auf Pestizide verzichtet wird und die Tierzahlen kleiner sind als heute. In beiden Szenarien wurden die ungünstigsten 25% der Importprodukte durch Alternativen aus anderen Herkunftsländern ersetzt sowie Nahrungsmittelverluste und -abfälle minimiert. 

Unterschiedliche Wirkungen
Laut der Studie wirken sich beide Massnahmen positiv auf die Umweltbelastung der Ernährung aus. Deren Wirksamkeit ist aber unterschiedlich. Optimierungen bei den Import-Herkunftsländern haben vor allem bei standortabhängigen Umweltwirkungen einen positiven Effekt. Wichtig sind insbesondere geographische Gegebenheiten wie Wasserverfügbarkeit oder wie stark die Artenvielfalt gefährdet ist. Hier lässt sich je nach Szenario die Belastung um 16 bis 27% reduzieren. Bei anderen Umweltwirkungen und vor allem auch bei Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs wirkt diese Massnahme weniger deutlich. 

Weniger Foodwaste wirkt immer positiv
Die Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten und -abfällen hingegen ist eine Massnahme, die immer positiv wirkt. Sie reduziert die Umweltwirkungen des Schweizer Warenkorbes landwirtschaftlicher Produkte um 11 bis 38%, bei der Abholzung sogar um bis zu 87%, ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Weniger Foodwaste bei tierischen Produkten reduziert die Umweltwirkungen stärker als bei pflanzlichen. 

Die Agroscope-Studie zeigt weiter: Auch wenn die beiden Massnahmen umgesetzt werden, verschlechtert eine extensive Landwirtschaft mit tieferer Produktion im Inland die meisten Umweltwirkungen der Schweizer Ernährung.