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In der Pandemie assen die Schweizer ihre Glace zuhause

Wegen Corona schleckten die Schweizer letztes Jahr weniger Cornets und Stängelglace in der Badi oder Coupes im Restaurant, dafür nahm der Heimkonsum von Glace zu.

von pd/mos

(Bild Emmi/zvg)
Die Mitglieder des Verbandes Schweizerischer Glaceproduzenten «Glacesuisse» verkauften 2020 insgesamt gut 44 Mio. Liter industriell hergestelltes Speiseeis, gut 2% mehr als im Vorjahr. Angesichts des schwierigen Corona-Jahres sei das eine «erfreuliche Entwicklung», schreibt der Verband in einer Mitteilung. Der Gesamtmarkt in der Schweiz betrug nach Schätzungen von Glacesuisse 59.5 Millionen Liter Speiseeis, davon deckten die Mitglieder des Verbandes (Emmi, Froneri, Gelati Gasparini, Midor und Unilever Schweiz) gut 74 Prozent ab.

Die Pandemie traf die verschiedenen Absatzkanäle unterschiedlich: Der Absatz bei den Strassenartikeln wie Lutscher, Cornets und Stängelglace ging gegenüber dem Vorjahr um rund 6 Prozent zurück und machte 9 Mio. Liter der gesamten Verkäufe aus. Der Grossverbrauchersektor erlitt sogar einen Rückgang von knapp -24 Prozent. Hingegen stieg der Heimkonsum um rund 14 Prozent und trug mit gut 28 Millionen Litern am stärksten zu den Verkäufen in der Schweiz bei. Bei Heimkonsum legte die Sparte «Multipacks Lutscher» gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent zu, gefolgt von den «Blöcken und Bidons < 1 Liter», die eine Zunahme von gut 22% verzeichnen konnten.

12 Millionen Liter Speiseeis importiert
Von den insgesamt 44.2 Millionen Liter Speiseeis, die die Glacesuisse-Mitglieder letztes Jahr in der Schweiz verkauften, stammten 12 Millionen aus Importen aus dem Ausland. 32.3 Millionen Liter und damit gut 73 Prozent der in der Schweiz verkauften Glaceprodukte entstammten damit schweizerischer Produktion, wie Glacesuisse schreibt. Zähle man die schweizerischen Exporte von 6.5 Millionen Liter hinzu, resultiere ein Total von 38.8 Millionen Liter Speiseeis, die 2020 weltweit aus Inlandproduktion verkauft wurden. Diese Zahl sei im Vergleich zu 2019 (41.5 Millionen Liter) gesunken, was aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage 2020 nicht verwundere, so Glacesuisse.