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Alibaba gerät unter Druck

Der Online-Riese wird der Kommunistischen Partei Chinas zu mächtig. Jetzt soll Alibaba einen Teil seines Imperiums verkaufen.

von hps

Alibaba besitzt neben dem Kurznachrichtendienst Weibo unter anderem auch die South China Morning Post, eine englischsprachige Zeitung in Hongkong. Die chinesische Regierung zeigt sich nun aber besorgt über den Einfluss des Unternehmens auf die gesellschaftliche Meinung im Land, wiedas «Wall Street Journal» unter Berufung auf Insider berichtet. 
Nun wurde das Unternehmen aufgefordert, die Beteiligungen deutlich zu reduzieren. Es sei Sache der Kommunistischen Partei und nicht von Privatunternehmen, die öffentliche Meinung auf allen Medienplattformen zu kontrollieren, wie ein Bericht der Regierung festhält.
Alibaba und sein Gründer Jack Ma sind bei der Kommunistischen Partei in Ungnade gefallen. Der Milliardär sei im Januar und Februar fast wöchentlich nach Peking gereist, um dort mit den Behörden Verhandlungen über die Zukunft seines Imperiums zu führen, wie die britische Financial Times vermutete. Die Aufforderung, Unternehmensteile abzustossen, könnte zur Zerschlagung des Imperiums führen.
Aber auch andere Technologieunternehmen gerieten ins Visier der chinesischen Wettbewerbshüter. Insgesamt zwölf Anbieter, unter ihnen Tencent, hätten symbolische Geldstrafen zahlen müssen, weil sie sich nicht mit den Behörden abgestimmt haben.