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Lammfleisch – ein Nischenprodukt mit Potential

Schweizerinnen und Schweizer konsumierten letztes Jahr rund 9’800 Tonnen Schaf- und Lammfleisch. Nur rund 40 Prozent des in der Schweiz verkauften Fleisches stammt allerdings auch von hier. Mutterschafhaltung hätte hierzulande viel Potential.

von lid

In der Schweiz sollte das genetische Potential noch besser ausgenutzt werden – jeder Betrieb die für sich bestgeeignete Rassenkombination finden. (Bild lid/ji)
Mutterschafhaltung hat in der Schweiz ein enormes Produktivitätssteigerungspotential – wurde gegenüber der Rindviehhaltung aber immer eher stiefmütterlich behandelt. Mit dem geeigneten Produktionssystem und der richtigen Hybridrasse – beides abhängig von der Lage des Betriebes und der Futtergrundlage – ist eine wirtschaftliche Mutterschafhaltung aber auch in der Schweiz möglich.
Allerdings ist das Potential nur solange so gross, wie die Konsumenten bereit sind, auch die Fleischstücke zu verwerten: Bei einem Grossteil der Bevölkerung sind nämlich vor allem die Edelstücke wie Lammracks oder Lammchops beliebt und entsprechend gefragt. Die Edelstücke machen aber nur rund 95 Prozent eines Lammes aus – der Rest ist kaum gefragt. So werden laut Peppino Beffa, Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbandes, jährlich rund 5 Millionen Lämmer respektive Lammteile importiert.