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Eurozone: Umsätze im Detailhandel erholen sich stärker als erwartet

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone haben sich im Februar überraschend stark vom Rückschlag zum Jahresbeginn erholt. Der Umsatz der Branche sei im Monatsvergleich um 3,0 Prozent gestiegen.

von awp

Das europäische Statistikamt Eurostat teilte am Montag in Luxemburg mit, dass Analysten im Schnitt nur einen Zuwachs um 1,7 Prozent erwartet hatten. Im Januar waren die Umsätze um revidiert 5,2 (zunächst 5,9) Prozent gefallen. Die Corona-Pandemie und die Schliessung von Geschäften hatten die Branche zum Jahresauftakt belastet. Im Februar besserte sich die Lage und Eurostat meldete beim Handel im “Nicht-Nahrungsmittelsektor” einen Zuwachs um 6,8 Prozent im Monatsvergleich. Gestützt wurde der Einzelhandel von den Online-Geschäften. Beim Versand- und Interneteinzelhandel gab es im Jahresvergleich einen Zuwachs um 37,3 Prozent.
Die stärksten Zuwächse im Monatsvergleich wurden für Österreich (+28,2 Prozent), Slowenien (+16,4 Prozent) und Italien (+8,4 Prozent) gemeldet. Die stärksten Umsatzrückgänge gab es etwa in Malta (-1,5 Prozent) und Frankreich (-1,2 Prozent).
Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat fielen die Umsätze im Februar in der Eurozone um 2,9 Prozent. Hier war ein deutlich stärkerer Rückgang um 5,3 Prozent erwartet worden.