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IGAS plädiert für die Unterzeichnung des Rahmenabkommens

Die IG Agrarstandort Schweiz erwartet, dass Bundespräsident Guy Parmelin gegenüber der EU eine neue Vertrauensbasis schafft. Ein Rahmenabkommen wäre eine wichtige Voraussetzung, damit die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft weiterhin erfolgreich mit der EU handeln könne.

von pd

Das institutionelle Rahmenabkommen ist aus Sicht der IG Agrarstandort Schweiz Voraussetzung für eine stabile und dynamische Beziehung der Agrar- und Lebensmittelwertschöpfungskette zum EU-Binnenmarkt. Es müsse abgeschlossen und von Parlament und Bevölkerung debattiert werden, schreibt die IGAS in einer Mitteilung. Bundespräsident Guy Parmelin solle in Brüssel dazu mutig eine neue Vertrauensbasis schaffen. 
Beispielsweise gingen rund 80 Prozent der Exporte von Käse und Milchprodukten in die EU, argumentiert die IGAS. Dies sei den Bilateralen Verträgen zu verdanken: Die EU anerkenne den Schweizer Agrarschutz, es seien vorteilhafte Lösungen für verarbeitete Lebensmittel in Kraft, für Bio-Produkte, Produktionsmittel und im Bereich der Lebensmittel- und Veterinärhygiene sei ein Handel ohne technische Handelshemmnisse möglich. «Wir haben beste Nachbarn direkt vor unserer Haustüre», schreibt die IGAS. «Tun wir alles, damit das so bleibt.» 
Falls das Rahmenabkommen scheitere, würden über kurz oder lang neue Verhandlungen notwendig, heisst es weiter. Nicht zuletzt, weil der volle Zugang zum EU-Markt für die Industrie lebenswichtig sei. Alle Alternativen, die bisher diskutiert worden seien, würden den Zollschutz für die Landwirtschaft stark unter Druck setzen. Und es gebe auch keine Garantie, dass die Errungenschaften der Bilateralen wieder erreicht werden könnten. 
Mitglieder der IGAS sind die Detailhändler Coop und Migros, die Verbände Biscosuisse, Chocosuisse, Fromarte, Bio Suisse, IP-Suisse, Swisscofel, Schweizer Fleisch-Fachverband, Suisseporcs, Mutterkuh Schweiz, Gastrosuisse, Stiftung für Konsumentenschutz und Konsumentenforum, die Verarbeiter Nestlé, Emmi, Cremo, Elsa, Bell und Hug.