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Butterhersteller Meggle will wieder wachsen

Der deutsche Butterhersteller Meggle will nach einer Umstrukturierung mit Geschäftsverkäufen und Firmenkäufen wieder wachsen.

von lz

Meggle will nach turbulenten Jahren wieder Gas geben. Man wolle das Programm zur Absicherung der Selbständigkeit abschliessen und «in die Akquisitionsphase» wechseln, wird Geschäftsführer Matthias Oettel von LZ-net zitiert. 
Meggle verkaufte 2020 seine Minderheitsbeteiligung an der österreichischen Salzburgmilch zurück an die Genossenschaft und verkaufte die eigene Molkerei in Kroatien. In diesem Jahr soll der Betrieb in Bulgarien stillgelegt werden und die Märkte von Meggle-Werken in der Slowakei, Serbien und Bosnien beliefert werden. 
Ferner hat Meggle 2020 die Baguette-Bäckerei M-Back ganz übernommen und konnte dort dank gestiegener Privat-Nachfrage in der Corona-Krise den Umsatz erhöhen. 
2019 gründete der fast 90-jährige Firmeninhaber Toni Meggle eine Stiftung und beendete damit Spekulationen um einen Verkauf des Konzerns. 2020 wurde aus der Meggle Group AG wieder eine GmbH. Gemäss Oettel dient dies vor allem dazu, gemeinsame Entscheidungen der Gesellschafter und der noch zweiköpfigen Geschäftsleitung zu erleichtern und zu beschleunigen. Ferner wurde ein Erbstreit mit drei der fünf Kinder Toni Meggles Ende Màrz mit einem Vergleich beigelegt. 
Meggle hatte 2019 einen Umsatz von 922 Millionen Euro ausgewiesen. Für 2020 liegt der Umsatz gemäss Oettel bei knapp unter einer Milliarde Euro. Mit weiteren Akquisitionen ab Herbst wolle man «andere Grössenordnungen» vorstossen.