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Weko: «Migros übt Marktmacht nicht ungerechtfertigt aus»

Die Wettbewerbskommission erkennt keinen Marktmissbrauch seitens des Grossverteilers gegenüber Lieferanten. Preisdruck und Auslistungen seien normal.

von pd/hps

Migros Luzern. (Bild: zVg)
Die Weko wischt sämtliche Vorwürfe gegen Migros vom Tisch. Über ein Jahr lang stand die grösste Schweizer Detailhändlerin wegen einer Anzeige des Markenartikelverbandes Promarca unter Marktbeobachtung der Wettbewerbskommission Weko. Nun sei sie zum Schluss gekommen, dass sich Migros korrekt verhalten habe, schreibt die Aargauer Zeitung in einem Artikel
Dass es Preisdruck gebe, sei normal. Er dürfe einfach nicht missbräuchlich werden, doch gebe es keine konkrete Schwelle dazu, wie die Weko zitiert wird. Auch die einzelnen Produkte-Auslistungen habe die Migros sachlich begründen können. Auslistungen kämen im Detailhandel regelmässig vor und sie seien auch notwendig, um neue Produkte im Sortiment aufnehmen zu können. Der Regalplatz sei schliesslich beschränkt.
Welches die betroffenen Hersteller sind, gibt die Weko gemäss CH Media nicht bekannt. Der Produkte-Rausschmiss von Rivella, sorgte jedoch jüngst für Schlagzeilen; er sei aber nicht Gegenstand der Beobachtung gewesen. Aufgrund der Ergebnisse verzichte die Weko darauf, weitere Ermittlungen zu tätigen und ein Verfahren zu eröffnen.
Die Migros zeigte sich in der Aargauer Zeitung über den Entscheid erleichtert. Die Anzeige von Promarca habe sich als haltlos erwiesen. Promarca-Geschäftsführerin Anastasia Li-Treyer zeigte sich indes überrascht, dass das Sekretariat der Weko zu diesem Ergebnis komme.