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Denner lanciert IP-Suisse-Weine

Weniger Pestizide, mehr Biodiversität: Der Discounter Denner bringt 2022 die ersten Weine auf den Markt, die den Marienkäfer tragen, das Nachhaltigkeitslabel von IP-Suisse.

von pd/mos

(Bild Pixabay/zVg/Montage mos)
Der Discounter Denner hat zusammen mit der Produzentenorganisation IP-Suisse ein Programm für einen nachhaltigeren Weinbau in der Schweiz gestartet. Mit dem Programm verfolgen die beiden Partner zwei Ziele: die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und die Förderung der Biodiversität, wie Denner und IP-Suisse am Freitag gemeinsam mitteilten. 
Die Pestizide sollen durch eine Beschränkung der Menge und einen streng reglementierten Einsatz reduziert werden. Die Begrünung der Rebberge und Biodiversitätsförderflächen im ummittelbaren Umfeld sollen Insekten, Vögeln und Pflanzen zugute kommen. 
Vier Winzer an Bord
Vier Weinproduzenten haben bereits begonnen, nach IP-Suisse-Standards für Denner Wein zu produzieren. Es sind die Schenk SA (VD), Cave de la Côte (VD), Rimuss & Strada (O-CH) und Domaine Jean-René Germanier (VS). Die Weine werden exklusiv für Denner produziert und kommen 2022 in den Handel, wie es in der Mitteilung heisst.
Die Umsetzung erfolgt nach Punktesystem, das IP-Suisse in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach erarbeitet hat. Es umfasst 12 obligatorische sowie weitere Massnahmen zum Schutz der natürlichen Ressourcen und zur Förderung der Biodiversität. Die teilnehmenden Weinbauern müssen mindestens 16 Punkte erreichen, um ihre Weine mit dem Nachhaltigkeitslabel von IP-Suisse, dem Käfer, auszeichnen zu können. Das Programm wurde auf Anregung der Umweltschutzorganisation WWF Schweiz entwickelt.