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Kakao: Mehr Klarheit bei Kakaolieferketten

In der Flut von Rückverfolgbarkeitssystemen im Kakaoanbau soll mehr Klarheit geschaffen werden. Dies fordern zwei deutsche Nachhaltigkeitsinitiativen.

von hps/pd

Dieser ghanaische Kakaobauer trocknet seine Kakaobohnen nach der Fermentierung. (Bilder: FiBL)
Immer mehr Kakao wird zertifiziert und rückverfolgbar verarbeitet. Die sei positiv findet die Initiative für nachhaltigen Handel und die Initiative für nachhaltigen Kakao, wie Biscosuisse in ihrem heutigen Newsletter schreibt und auf die Schweizer Plattform für nachhaltigen Kakao verweist. Die Verbreitung von Initiativen und Systemen könne jedoch zu Verwirrung führen. Darum haben die beiden Organisationen eine Studie über Kakao in Auftrag gegeben, die vom britischen Hilfsprogramm Partnerships for Forests (P4F) im Rahmen der Cocoa & Forests-Initiative unterstützt wird. Die Ergebnisse der Studie wurden heute Montag, 3. Mai in einem «Technical Brief» zur Rückverfolgbarkeit von Kakao zusammengefasst. 
Die Studie gibt einen Überblick über den Stand der Rückverfolgbarkeit von Kakao in Côte d’Ivoire, Ghana und Kamerun – die drei Länder sind für 70 Prozent des Weltkakaoanbaus verantwortlich. Darin wurde untersucht, wie Unternehmen und Organisationen ihre Standards und die Rückverfolgbarkeit in ihren Betrieben implementieren würden. 
Die Studie fordert, dass die Rückverfolgbarkeitskriterien angeglichen werden sollten. «Die Harmonisierung und der Austausch von Daten zur Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit von Kakao zwischen Akteuren der Wertschöpfungskette, einschliesslich zwischen Regierungen und Unternehmen, sollen harmonisiert werden», ist im «Technical Brief» zu lesen. Dazu gehören würde auch, dass die Kakaofarmer auf Benchmark-Landwirtschaftsdaten zugreifen könnten, die ihre landwirtschaftlichen Praktiken beeinflussen könnten.