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Schweizer Algen als Futtermittel

Lidl unterstützt ein Forschungsprojekt von Agroscope zum Einsatz von Algen in Futtermitteln. Das passe zur «Futtermittelstrategie» des Discounters.

von pd/hps

Algen enthalten auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Farbpgimente, welche weiterverarbeitet werden können.
(Bild: zVg)
Lidl Schweiz unterstützt ein Projekt des Schweizer Forschungsinstituts Agroscope, zur Forschung im Bereich Futtermittelersatz. Das Projekt erprobt den Einsatz von lokal gezüchteten Algen als Futtermittelersatz. So könnte künftig importiertes Soja als Futtermittel für Nutztiere durch nachhaltige Algen ersetzt werden, schreibt der Discounter in einer Medienmitteilung. Agroscope testet Zucht- bzw. Anreichungssysteme für Algen, die dezentral produziert werden könnten. So zum Beispiel – analog einer Photovoltaikanlage – direkt auf dem Landwirtschaftsbetrieb. 
Auf Algen als Futtermittel zu setzen, würde zahlreiche Vorteile für die Umwelt mit sich bringen. So nutzen die Algen CO2 aus der Luft für ihr Wachstum. Die Algen müssen keiner Verarbeitung unterzogen werden, sondern können direkt als Frischfutterzusatz verwendet werden. Zudem bergen Algen ein Potential zur Methanreduktion bei der Fütterung von Wiederkäuern. Bekannt ist bereits, dass die Akzeptanz der Tiere für das neuartige Futtermittel hoch ist und kein Einfluss auf die Fleisch- bzw. Milchqualität vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil wäre die verstärkte Unabhängigkeit von importiertem Futtersoja aus Übersee. 
Als nachhaltig wirtschaftender und in der Schweiz verankerter Detailhändler übernimmt Lidl Schweiz Verantwortung und finanziert deswegen das innovative Forschungsprojekt von Agroscope. Das Projekt passe perfekt in die Futtermittel-Strategie, wo die Beschaffung einzelner Futtermittelkomponenten in den Lieferketten noch nachhaltiger gestaltet werden soll.