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Junge Kunden vermissen shoppen im Laden

Wenig überraschend hat das Onlineshopping während der Pandemie an Beliebtheit gewonnen. Doch vermissen vor allem jüngere Kundinnen und Kunden das Einkaufen vor Ort

von awp/sda

(Symbolbild Pixabay)
Das zeigt eine am Freitag publizierte Umfrage des Schweizerischen Detailhandelsverbands Swiss Retail Federation. Gut ein Drittel der Befragten habe angegeben, durch die veränderten Umstände mehr online einzukaufen. Gut zwei Drittel wollten dies auch nach der Pandemie häufiger tun, heisst es darin. Jedoch plane rund ein Drittel der Befragten – vor allem 16- bis 45-jährige – nach der Pandemie wieder häufiger ins Geschäft zu gehen, teilte der Verband am Freitag mit.
Demnach seien Restaurantbesuche und Bummeln Aktivitäten, die während der Lockdown-Phase vermisst worden seien. Nur knapp 20 Prozent habe angegeben, während dieser Zeit nichts vermisst zu haben, so die Mitteilung.
Zudem wünsche sich mehr als die Hälfte der Teilnehmenden, die bestellten Artikel noch am selben Tag geliefert zu bekommen. Diese Personen seien auch bereit dafür einen Aufschlag zu bezahlen. Dieser Trend sei vor allem bei Jüngeren und Romands verstärkt zu beobachten, so der Verband. Der Wunsch nach «Same Day Home Delivery» zeige sich beim Online-Lebensmittelhandel sogar noch stärker.
Die Schutzkonzepte dürften sich im Detailhandel gut ausgewirkt haben und hätten dazu beigetragen, dass die Fachgeschäfte trotz steigender Fallzahlen keine Ansteckungsherde für die Kundschaft darstellten, heisst es weiter. Demnach hätten 83 Prozent angegeben, sich während der Pandemie beim stationären Einkaufen sicher gefühlt zu haben. Dieser Trend sei trotz potenziell erhöhtem Risiko bei über 45-jährigen erstaunlicherweise noch stärker gewesen.