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Ricola erzielt 2020 ein solides Resultat

Das Geschäft des Kräuterbonbonshersteller hat unter den Lockdowns gelitten und auch der Rückgang der Grippe- und Erkältungskrankheiten hat zu einer Nachfrageminderung geführt. Gesamthaft sei ein solides Ergebnis erzielt worden.

von pd/hps

Nach einem dynamischen Start in das Jahr 2020 mit hohen Umsätzen im ersten Quartal hätten, die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auch Ricola vor grosse Herausforderungen gestellt, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Die verminderte individuelle Bewegungsfreiheit in vielen Ländern, haben das Geschäft beeinflusst.
Zudem hätten die weltweit eingeführten Hygienemassnahmen einen deutlichen Rückgang der Grippe- und Erkältungskrankheiten zur Folge gehabt, was für Ricola zu einer Nachfrageminderung führte. Nach einer kurzen Erholung im Sommer hätten die im Herbst einsetzenden zweiten Pandemiewellen mit weiteren Lockdowns in Europa und Nordamerika das Geschäft erneut belastet. 
Zwar kommuniziert das Familienunternehmen keine konkreten Umsatzzahlen, doch insgesamt sei ein befriedigendes Ergebnis erwirtschaftet worden und in verschiedenen Märkten habe Ricola seine Position weiter ausbauen können, wie Ricola schreibt. Die Position im Heimatmarkt Schweiz sowie in verschiedenen Auslandmärkten – namentlich in Westeuropa und in Nordamerika – habe weiter gestärkt werden können und Marktanteile seien dazu gewonnen worden. 
In den Aufbaumärkten im asiatischen Raum sei jedoch die Entwicklung verlangsamt worden, wie Ricola schreibt. Dort sollen die Anstrengungen in Zukunft weiter intensiviert werden und man wolle sich auch in Asien behaupten.
Zunehmend würde sich das Geschäft mit den funktionalen Kräuterbonbons von den Verkaufspunkten hin zu Online-Plattformen verlagern; eine Entwicklung, die durch die Pandemie zusätzlichen Schub erfahren habe. Das E-Commerce-Geschäft insbesondere in Nordamerika und in Asien, hat Ricola markant ausgebaut.
Der Start ins Jahr 2021 sei Ricola verhalten verlaufen und werde auch im ersten Halbjahr herausfordernd bleiben. Eine Erholung der Umsätze sei frühestens in der zweiten Hälfte des Jahres zu erwarten, schreibt das Unternehmen. 
In der Produktion gelang es, die Abfälle und den Verbrauch natürlicher Ressourcen weiter zu reduzieren und bei zahlreichen Produkten verzichtet das Unternehmen auf die Aluminium-Innenfolien in den Beutelverpackungen. Durch einen neuen Code of Conduct bezieht Ricola die gesamte Wertschöpfungskette in ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen mit ein.
Ab Herbst 2021 werde Ricola weltweit neue Werbekampagnen umsetzen und die Marke Ricola noch stärker im Alltag der Konsumentinnen und Konsumenten verankern und auch jüngere Zielgruppen ansprechen. Die Herstellung genussvoller Produkte mit natürlich gesunden Schweizer Alpenkräutern, werde vermehrt in den Vordergrund rücken. Zudem sollen weltweit neue Produktesorten eingeführt werden, welche die führenden Marktpositionen der Ricola Kräuterbonbons weiter stärken werden.