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Neue Gruyère-Käserei für 6,5 Millionen

Im freiburgischen Bösingen entsteht 2022 eine neue Gruyère-Käserei. Dazu schliessen sich drei Sensler Käsereigenossenschaften zusammen.

von mos

(Symbolbild Schweizerkäse.ch)
Neben der alten Käserei im Weiler Friesenheid bei Bösingen soll für 6,5 Millionen Franken eine grössere und modernere Käserei entstehen. Die neue Käserei wird drei Millionen Kilogramm Milch pro Jahr verarbeiten können. In der geplanten sechs Meter hohen Reifehalle hat es Platz für 4000 Gruyère-Laibe. Im Juni wird das Bauprojekt öffentlich aufgelegt, die Bauarbeiten dürften wohl erst 2022 beginnen, wie Daniel Perler von der IG Käsereiprojekt Untere Sense den «Freiburger Nachrichten» (FN) erklärte.
Für das Projekt haben sich die drei Käsereigenossenschaften Bösingen, Friesenheid und Wünnewil zusammengetan, nächstens werden sie fusionieren. Der Zusammenschluss sei nötig, um wirtschaftlicher zu arbeiten, sagte Perler. Die Anforderungen für die Gruyère-Produktion würden immer höhere und seien für kleinere Käsereien schwierig zu erfüllen.
Die Käserei Bösingen produziert gar keinen Käse mehr, ihre Genossenschafter liefern ihre Milch an die Cremo. In Wünnewil und Friesenheid wird zwar noch gekäst, es stehen aber Investitionen an. Die drei Genossenschaften haben zusammen 15 Genossenschafter.
Die Käsereien in Bösingen und Wünnewil werden nach der Eröffnung des Neubaus nicht mehr gebraucht und verkauft. Wer in der neuen Käserei käsen wird, ist noch offen. Die Genossenschaft wird laut Zeitungsbericht die Betriebsleitung ausschreiben.