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Aryzta wächst und ernennt neuen Finanzchef

Der Backwarenkonzern Aryzta hat im dritten Quartal nach langer Durststrecke wieder zum Wachstum zurückgefunden. Für das Gesamtjahr gibt das Unternehmen dennoch keine Prognose ab.

von awp

Der Umsatz von Februar bis April 2021 betrug bei Aryzta 361,4 Mio. Euro, was einer organischen Steigerung um 2,6% entspricht. Dabei ist der Verkauf des nordamerikanischen Geschäfts bereits herausgerechnet. Wird dieses mitgerechnet, beträgt der Gruppenumsatz 621,9 Mio. € und das organische Wachstum sogar 6,2%, wie das Unternehmen am Dienstag, 1. Juni mitteilte.
Dabei entwickelte sich Aryzta im Rest der Welt stärker als im europäischen Markt. Dort wuchs das Unternehmen aus eigener Kraft um 0,6%. Dabei wirkten jedoch negative Währungseffekte auf den Umsatz, so dass dieser am Ende um 0,3% zurückging. In den anderen Regionen legte Aryzta mit 14,1% deutlich stärker, abzüglich Währungseffekte von -2,5% resultierte noch ein Wachstum um 11,6%.
Die Inflation treibt laut der Mitteilung die Preise für die Zutaten, die Aryzta für ihr Geschäft braucht. Molkereizutaten, Mehl und Verpackungen machten etwa die Hälfte der Rohstoffkosten von Aryztas gesamten Rohstoffeinkäufen aus, heisst es. Und alle diese Produkte erlebten aktuell eine erhebliche Preisinflation. In den kommenden Zeiten, in denen Verträge erneuert würden, seien deshalb «erhebliche Preisanpassungen» erforderlich, so das Unternehmen.
«Die Wiederaufnahme des organischen Wachstums unterstreichen die Fortschritte, die in kurzer Zeit erzielt wurden», erklärte Geschäftsführer Urs Jordi im Communiqué. Überhaupt sei man gut auf Kurs mit dem strategischen Plan, die Geschäftsstruktur zu vereinfachen, heisst es in der Mitteilung weiter. Gewinnzahlen veröffentlich Aryzta zum dritten Quartal nicht.
Martin Huber wird neuer Finanzchef
Martin Huber übernimmt per Anfang August die Aufgabe des Finanzchefs. Er löst Jonathan Solesbury ab, der das Amt seit dem Rücktritt von CFO Frederic Pflanz im November 2020 interimistisch besetzt hatte. Huber kommt von Nestlé, wo er zuletzt Finanzchef bei Nespresso war. Der 51-jährige Schweizer habe in der Schweiz, Deutschland, Venezuela, Kolumbien, Mexiko und Brasilien gelebt und gearbeitet, schreibt Aryzta. Bei Nestlé habe er in den vergangenen 20 Jahren verschiedene Führungsposten besetzt.