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McDonald’s eröffnet «Umweltrestaurant»

Der Fastfood-Konzern hat in Hendschiken ein Pilotrestaurant eröffnet. Dort soll eine nachhaltige Gastronomie getestet werden.

von pd/hps

Das Pilotrestaurant in Hendschiken. (Bild: zVg)
Viel Verpackungsmaterial bei Mc Donald's. (Bild: zVg)
McDonald’s will mit einem neu eröffneten Pilotrestaurant in Hendschiken seine nächsten Schritte zu einer nachhaltigen Gastronomie ausprobieren. Der Fastfood-Konzern ist bereits mit Ökostrom aus Wasserkraft, Treibstoff aus Altspeiseöl und Aufräumtouren für saubere Strassen aktiv. Einer der nächsten Schritte seien jetzt nachhaltigere Verpackungen, schreibt McDonald’s in einer Medienmitteilung.
Im Pilotrestaurant will der Gastrokonzern Erfahrungen zu neuen Verpackungen sammeln. 98 Prozent der Speiseverpackungen sind gemäss Unternehmen dort ohne Plastik, ein grüner Wasserstoff-LKW bringt die Zutaten und Big Mac & Co. werden mit Ökostrom von der Solaranlage zubereitet. McDonald’s Schweiz setzt seinen Fokus in seinen Umweltzielen bis 2025 auf die Verpackung, das Recycling sowie den Klimaschutz im Betrieb. 
Dort haben zum Beispiel die Becher plastikfreie Deckel und keine «Röhrli». Im Restaurant lässt Mc Donald’s den Deckel ganz weg. Diese und weitere 20 Verpackungserneuerungen hat der Konzern in Hendschiken umgesetzt und will diese bis im 2022 schweizweit ausrollen. Bis 2025 soll dann der Plastikanteil bei den Speisverpackungen schweizweit noch maximal 2 Prozent betragen.
Die Becher werden separat entsorgt, woraus der Mc Donald’s Partner, Axpo Kompogas, Kompost und Biogas erzeugt. Aus dem Altspeiseöl wird Biodiesel hergestellt und aus den organischen Abfällen entsteht Biogas. Die Lastwagen für die Feinverteilung der McDonalds’-Güter, fahren mit einem Anteil an Biodiesel oder Biogas. Für das Umweltrestaurant in Hendschiken werden die Zutaten für Big Mac &Co. mit einem Wasserstoff-LKW ganz ohne Emissionen transportiert – der einzige Ausstoss sei Wasserdampf, so Mc Donald’s.  
Von heute 64 Prozent sollen bis 2025 70 Prozent der Güter CO2-neutral in die Restaurants transportiert werden. Seit 2009 habe das Unternehmen 45 Prozent weniger CO2-Emissionen erzeugt. 
Der Einkauf bei 40 einheimischen Lieferanten führe zu kurzen Transportwegen und entsprechend tiefen CO2-Emissionen. Zudem würden die Güter von McDonald’s 55 Prozent der Transportkilometer zu den Restaurants per Bahn zurückgelegt. Seit 2009 konnte McDonald’s Schweiz dank dieser Massnahmen und dem Einsatz von Ökostrom aus Wasserkraft die CO2-Emissionen in den Restaurants um 45 Prozent reduzieren. 
Die Gäste könnten von Ladeparkplätze für E-Autos und E-Bikes profitieren. An der Schnelladestation könne Strom für rund 300 Kilometer getankt werden, schreibt Mc Donald’s weiter und bis 2022 solle es bei allen geeigneten Schweizer McDrives E-Ladeplätze geben.