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AOP-IGP: Neues Mitglied und mehr Absatz

Trotz Corona wurden letztes Jahr mehr Spezialitäten mit AOP- oder IGP-Label verkauft. Und die Vereinigung AOP-IGP hat mit der Sortenorganisation Waadtländer Walnussöl AOP ein neues Mitglied.

von pd/mos

Trotz Pandemie ist die Produktion von AOP-IGP-Produkten letztes Jahr im Vergleich zu 2019 um 2.3 % gewachsen, schreibt die Vereinigung der AOP-IGP in einer Mitteilung anlässlich ihrer Generalversammlung vom Freitag. Zwar seien durch die Schliessung von Restaurants und die Absage von Veranstaltungen wichtige Absatzkanäle für die Sortenorganisationen weggefallen. Letztlich seien aber nur wenige Spezialitäten gezwungen gewesen, ihre Produktion etwas zu reduzieren, etwa der Vacherin Fribourgeois AOP, der hauptsächlich in Form von Fondue verwendet wird, oder das Walliser Raclette AOP.
Dank dem Beitritt der Sortenorganisation Waadtländer Walnussöl AOP ist auch die Mitgliederzahl angestiegen. Die Vereinigung hat nun 35 Mitglieder. Insgesamt sind 39 Spezialitäten im Bundesregister der AOP-IGP (geschützte Ursprungsbezeichnung, geschützte geografische Angabe) eingetragen. Bald könnten auch zwei Fleischspezialitäten, die Waadtländer Schweinewurst Boutefas und der Freiburger Jambon de la borne, das AOP-Label erhalten – eine Premiere für Fleischprodukte, wie es weiter heisst. 
Ein Tessiner im Vorstand
Die Versammlung ehrte Olivier Isler, der die Vereinigung nach vielen Jahren aktiver Mitarbeit, insbesondere als Leiter der Sortenorganisation Tête de Moine AOP, verlässt. Er wird Leiter des Leiter des Bundesregisters der AOP-IGP beim Bundesamt für Landwirtschaft. Bruno Schiavuzzi, Vertreter der Sortenorganisation Formaggio d’Alpe Ticinese AOP, wurde an seiner Stelle in den Vorstand gewählt.