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Primavera begrüsst klare Ablehnung der Agrar-Initiativen

Der Verarbeiterverband Primavera begrüsst das Abstimmungsresultat bei den Agrar-Initiativen. Nun gelte es, die vom Bund vorgeschlagenen Massnahmen umzusetzen.

von pd

Primavera, der Verband der ersten Verarbeitungsstufe, begrüsst es, dass die beiden Agrar-Initiativen an der Urne mit je über 60 % Nein-Stimmen abgelehnt wurden. Zu gravierend wären die Auswirkungen einer Annahme einer oder beider Initiativen gewesen, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Insbesondere hätte die Planbarkeit der Verarbeitung der produzierten Rohstoffe aufgrund der zu erwartenden hohen Ernteausfälle stark gelitten. Zudem hätten sich die Produkte wegen ihrer beschränkten Verfügbarkeit stark verteuert. 
Die Arbeit beginne aber jetzt erst, heisst es weiter. Zum einen gelte es, die griffigen Massnahmen aus dem Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundesrates umzusetzen, die beim Risiko der einzelnen Pflanzenschutzmittel ansetzen. Primavera ist Mitglied des Sounding Boards beim Bundesamt für Landwirtschaft zum Aktionsplan Pflanzenschutz. 
Es brauche nun auch den «Massnahmenplan Sauberes Wasser» des Bundesrates, mit dem ein Paket von Landwirtschaftsverordnungen im Zusammenhang mit der parlamentarischen Initiative 19.475 «Reduktion des Risikos beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln» geändert werden soll. Mit den neuen Gesetzesbestimmungen wird der Schutz der Umwelt und der Gewässer vor negativen Auswirkungen des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden sowie vor Nährstoffüberschüssen gestärkt.
Schliesslich müssten laut Primavera im Bereich der Pflanzenzüchtung mutige Schritte unternommen werden: Mit Genome Editing könnten in der Züchtung von schädlings- und trockenheitsresistenten Pflanzen Jahre eingespart werden. Weite Teile der Bevölkerung stehen dieser Variante der Gentechnik aber ablehnend gegenüber. Die Zeit des Gentechnik-Moratoriums, das Ende dieses Jahres verlängert werden dürfte, gelte es deshalb für eine breite Diskussion in der Öffentlichkeit über Genome Editing zu nutzen und die Forschung daran weiterzuführen