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Barry Callebaut erholt sich

Schokoladenriese Barry Callebaut kämpft zwar noch mit den Folgen der Pandemie, werde aber «gestärkt aus der Krise hervorgehen», sagt CEO Antoine de Saint-Affrique – und gibt sein Amt per 1. September ab.

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Chefwechsel bei Barry Callebaut: Nach sechs «reichen und aufregenden» Jahren an der Spitze des weltgrössten Schokoladenherstellers übergibt CEO Antoine de Saint-Affrique die Führung Ende des Geschäftsjahres (1. September) an den gebürtigen Niederländer Peter Boone, der 2012 als Chief Innovation Officer zu Barry Callebaut kam und seit 2017 die Geschäfte in Nord- und Südamerika leitet. Die Nachfolge sei schon länger geplant gewesen, sagte de Saint-Affrique bei der Online-Präsentation der Halbjahreszahlen. Durch die Wahl eines internen Nachfolgers werde die Kontinuität gesichert, er selber wechsle in den Verwaltungsrat und wolle auch dort zum Wachstum des Konzerns beitragen.
Noch macht Barry Callebaut die Corona-Pandemie zu schaffen. Im ersten Halbjahr 2020/21 (September bis Februar) verkaufte Barry Callebaut 1,07 Millionen Tonnen Schokolade und Kakao, das ist ein Minus von 2,9 Prozent. Es gebe aber eine «anhaltende Erholung», sagte der CEO. So waren die Verkäufe im ersten Quartal noch um 4,3 Prozent gesunken. Im zweiten Quartal bremste sich der Rückgang auf 1,3 Prozent ab. «Ich bin zuversichtlich, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen», zeigte sich der CEO optimistisch. Der Umsatz blieb – in Lokalwährungen – stabil, der Reingewinn nahm sogar dank niedrigeren Steuern leicht zu.
Wachstum in Schwellenmärkten
Zum Erholung der Verkäufe haben vor allem Schwellenländer wie China und Indien mit einem Plus von 6,1 Prozent und das Outsourcing (+1,8 Prozent) beigetragen, also die Übernahme der Schoggiproduktion für andere Firmen. Bitter sind die Zeiten immer noch für den Bereich Gourmet & Spezialitäten, der Hotels, Restaurants, Konditoreien oder Chocolatiers beliefert. In diesem Geschäft sank die verkaufte Menge um 5,8 Prozent. Man sei aber nicht untätig gewesen, sondern habe neue Regionen und neue Kunden erschlossen, etwa im Bereich halbindustrielle Bäckereien. Das werde sich auszahlen, so de Saint-Affrique. 
Expansion und Innovation
Weiter wachsen will Barry Callebaut mit Expansion und Innovation. So eröffnete der Konzern im März 2021 eine neue Fabrik in Baramati in Indien. Das Land mit der zweitgrössten Bevölkerung der Welt ist einer der wachstumsstärksten Märkte für Schokolade. Auch vom anhaltenden Trend zu pflanzenbasierten Produkten will Barry Callebaut profitieren. Im Februar nahm das Unternehmen im deutschen Norderstedt seine erste «milchfreie» Fabrik in Betrieb, die den europäischen Markt mit milchfreier Schokolade beliefert. Angaben zum Volumen der veganen Produkte wollte de Saint-Affrique auf Nachfrage keine machen, es sei aber «nicht unbedeutend». Zudem spannt Barry Callebaut mit dem Start-up Bloom Biorenewables zusammen, das Nebenprodukte der Schoggiherstellung als Nahrungsmittelzutaten nutzbar macht. Mit einem speziellen Verfahren stellt es etwa aus Haselnussschalen Vanillin her.

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