Datum:

Weitere 1000 Tonnen Butter können importiert werden

Der Bund bewilligt den Antrag der BO Milch, weitere 1000 Tonnen Butter zum Import freizugeben.

von pd

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat entschieden, das Teilzollkontingent für Butter auf Antrag der Branchenorganisation (BO) Milch für das laufende Jahr um weitere 1000 Tonnen zu erhöhen. Damit solle die Versorgung «wenn möglich bis Ende Jahr» sichergestellt werden, schreibt das BLW in einer Mitteilung.
Der Absatz von Butter im Schweizer Detailhandel bleibt hoch, das inländische Angebot ist auch 2021 zu klein, um die Nachfrage zu decken. Weiterhin wird ein Grossteil der leicht steigenden Milchproduktion zu Käse verarbeitet. Durch das nasskalte Wetter im Frühjahr wuchs weniger Futter auf den Weiden, die Kühhe produzierten weniger Milch als erwartet. 
Die BO Milch rechnet damit, dass die inländische Butter erst im Herbst 2021 zur Mangelware wird. Die zweite Importfreigabe soll nun aber wesentlich früher erfolgen, um dem Handel und den Verarbeitungsbetrieben zu ermöglich, jederzeit auch Schweizer Butter im Angebot zu haben oder zu verarbeiten. 
Nach Abwarten der Statistiken des Monats April habe man deshalb entschieden, auf den Antrag der BO Milch um Erhöhung des Teilzollkontingents «Butter und andere Fettstoffe aus der Milch» von 1000 Tonnen einzutreten. Das Teilzollkontingent wird zur Versteigerung ausgeschrieben, ab Anfang Juli kann importiert werden.
Gemäss BLW sind weitere Gesuche um Erhöhung des Teilzollkontingents Butter möglich, falls die Situation auf dem Milchmarkt weiterhin angespannt bleibt. Die Kommission Butterimporte der BO Milch werde die Situation weiterhin analysieren.