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Bundesrat will Verlängerung des Gentech-Moratoriums

Das Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft soll um vier Jahre verlängert werden. Der Bundesrat hat die entsprechende Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.

von lid

Die Feldversuche werden mit Winterweizen durchgeführt. (Bild: lid)
Seit der Annahme einer entsprechenden Volksinitiative im Jahr 2005 gilt in der Schweiz ein Moratorium für die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft. Gentechnisch veränderte Organismen dürfen hierzulande folglich nur zu Forschungszwecken angebaut werden. Seither wurde das Gentech-Moratorium durch das Parlament dreimal verlängert und soll nun erneut bis 2025 verlängert werden.
Es bestehe weder seitens der Landwirtschaft noch bei den Konsumentinnen und Konsumenten ein Interesse daran, das Moratorium aufzuheben, heisst es in einer Mitteilung des Bundesrats. Weiter sei es zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, sämtliche Fragen zum Vollzug des Gentechnikgesetzes umfassend zu regeln, insbesondere im Hinblick auf die neuen gentechnischen Verfahren. Beim Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen gelte es abzuwägen und die angestrebte verlängerte Dauer des Moratoriums solle weiter genutzt werden, um das Wissen über die neuen gentechnischen Verfahren zu vertiefen. Der Bundesrat unterstütze denn auch die Forschung und die Entwicklung neuer gentechnischer Verfahren. Einige Akteure würden in diesen Verfahren ein Potential für Innovationen in den Bereichen Pharmakologie, Medizin, Industrie und Landwirtschaft orten. Andere wiederum äusserten Bedenken, namentlich im Hinblick auf die Produkte- und Umweltsicherheit.