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Endress+Hauser und Hahn-Schickard gründen Joint Venture

Das neu gegründete Joint Venture Endress+Hauser BioSense will Geräte und Verfahren für schnelle molekulare Analysen entwickeln, um zum Beispiel die Verunreinigung von Milch zu erkennen.

von pd

Das Team des neu gegründeten Joint Ventures Endress+Hauser BioSense: Geschäftsführer Nicholas Krohn, Stefan Burger und Martin Schulz (von links). (Bild zVg)
Das Schweizer Familienunternehmen Endress+Hauser und der deutsche Forschungs- und Entwicklungsdienstleister Hahn-Schickard haben im deutschen Freiburg die Endress+Hauser BioSense GmbH gegründet. Sie soll schnelle molekulare Analysen vor Ort ermöglichen, um beispielsweise bakterielle oder virale Kontaminationen in Wasser und Getränken, genetische Veränderungen in Lebensmitteln oder die Verunreinigung von Milch zu erkennen, wie Endress+Hauser in einer Mitteilung schreibt.
Hahn-Schickard arbeitet laut Mitteilung in enger Kooperation mit dem Institut für Mikrosystemtechnik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg bereits seit vielen Jahren an schnellen diagnostischen Verfahren, um etwa kleinste Mengen an infektiösen Erregern vor Ort mit mobilen Geräten nachweisen zu können. Ziel des neuen Joint Ventures sei es nun, diese Technologie von der medizinischen Diagnostik auf die industrielle Prozess- und Laborautomatisierung zu übertragen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Erfahrenes Führungsteam
Endress+Hauser hält 75 Prozent der Anteile am neuen Joint Venture, Hahn-Schickard 25 Prozent. Geschäftsführer von Endress+Hauser BioSense wird Dr. Nicholas Krohn, der laut Mitteilung bestens vertraut ist mit dem Gebiet der Lebensmittelanalytik. Das Gründungsteam wird ergänzt durch Dr. Stefan Burger und Dr. Martin Schulz, zwei langjährige Hahn-Schickard-Mitarbeiter, die auf dem Gebiet der molekularen Diagnostik an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg promoviert haben.