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Boris Johnson will keine Snacksteuer

Ein Bericht im Auftrag der britischen Regierung empfiehlt eine «Snacksteuer», um den Konsum von stark zucker- und salzhaltigen Lebensmitteln zu reduzieren. Premierminister Boris Johnson ist kritisch.

Quelle: Ben Shread / Cabinet Office, OGL 3

In Grossbritannien empfiehlt ein «Nationaler Ernährungsbericht» eine Reform des Lebensmittelsystem mit einer Steuer auf zucker- und salzhaltige Lebensmittel. Dies sei nötig, um das Gesundheitssystem zu schützen und die nationale Gesundheit zu verbessern, heisst es in dem Bericht, der von der britischen Regierung in Auftrag gegeben wurde.
Mit einer «Reformulierungssteuer» oder «Snacksteuer» sollen Hersteller dazu animiert werden, ihre Rezepturen zu überarbeiten und weniger Zucker und Salz einzusetzen, wie LZ-net schreibt. Bei der bereits bestehenden Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke funktioniere das bereits gut, heisst es in dem Bericht. Die Steuereinnahmen sollten unter anderem in kostenlose Schulmahlzeiten fliessen. Süsswaren und Snacks könnten bis zu 13 Prozent teurer werden. 
Premierminister Boris Johnson hält aber nicht viel davon. «Ich bin nicht angetan von der Idee, hart arbeitenden Menschen zusätzliche Steuern aufzuerlegen», wird er zitiert. Es sei besser, die Bürgerinnen und Bürger zu mehr Bewegung zu animieren, um gegen Übergewicht vorzugehen. Man werde innerhalb der nächsten Monate auf die Schlussfolgerungen aus dem Bericht antworten. 
Ferner wird in dem Bericht vorgeschlagen, dass Hausärzte den Patienten Obst und Gemüse verschreiben können. Ernährung gehöre auch in den Lehrplan der Schulen. Ziel sei, dass der Konsum von sogenannten High Fat-, Sugar- und Salt-Produkten (HFSS) um 25 Prozent sinke und der Konsum von Fleisch um 30 Prozent. 

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