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Zweifel hat Pommes-frites-Kartoffeln verarbeitet

Weil während der Corona-Pandemie viel weniger Pommes frites konsumiert wurden, hat Chips-Hersteller Zweifel auch Frites-Kartoffeln verarbeitet.

von wy

Der Pommes-Chips-Hersteller Zweifel hat in diesem Jahr Kartoffeln übernommen, die für die Pommes-frites-Produktion geplant waren. «Dieses Jahr haben wir auch grosse Kartoffeln verwendet, als wir Fritten-Kartoffeln verarbeitet haben, welche wegen der Corona-Pandemie in den Fast-Food-Ketten und in der Gastronomie nicht zu Pommes frites verarbeitet werden konnten», sagte Zweifel-CEO Christoph Zweifel gegenüber dem «Schweizer Bauer». Dafür habe es einen zusätzlichen Prozessschritt gebraucht. «Die Kartoffeln wurden von einer Maschine halbiert, und die Chips sahen teilweise seltsam aus, mit einem geraden Schnitt. Aber so konnten wir den Food Waste zumindest teilweise abwenden und mussten selber nicht importieren.»
Gemäss Firmensprecher Pietro Realini wurden im April und Mai 2021 rund 920 Tonnen von den Sorten Agria und Markies für Chips verarbeitet. Insgesamt verarbeitete Zweifel in den beiden Monaten 5590 Tonnen Kartoffeln.
Insgesamt habe man bei der letzten Ernte sehr hohe Mengen in sehr guter Qualität gehabt, sagt Christoph Zweifel weiter. Wie die nächste Ernte werde, sei derzeit schwierig zu sagen. Entscheidend für die Chips-Produktion seien die Kalibrierung, der Stärkegehalt, die Farbe und die Unversehrtheit. «Je nach Stärkegehalt muss der Frittierparameter im Prozess angepasst werden», sagt Zweifel. Die hohe Kunst sei, aus einem natürlichen Rohstoff mit Schwankungen ein standardisiertes Produkt herzustellen. Man arbeite mit 250 Schweizer Kartoffelbetrieben zusammen, teilweise schon seit den Anfängen.
Der Preis sei bei den Rohstoffen kein Kriterium, sagt Zweifel weiter. Auch die Umstellung von Sonnenblumenöl auf Rapsöl sei nie eine Preisfrage gewesen. Man habe mehr Swissness in die Chips-Packung bringen wollen.
Beim Sortiment sei es wichtig, dass man es immer neu bespiele und Varianten ausprobiere. Bei der Variante «Salt & Vinegar» beispielsweise sei man am Anfang sehr skeptisch gewesen, nun sei es überraschenderweise die Nummer vier der bestverkauften Chips. Die Entwicklung von neuen Chips-Sorten sei zeitintensiv und brauche viele kreative Köpfe und Ideen.