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Die Fenaco fördert den Haferanbau in der Schweiz

Der Agrarkonzern Fenaco will den Haferanbau in der Schweiz fördern. Damit sollen künftig mehr Trendprodukte aus Schweizer Hafer möglich werden.

von pd

 Produkte aus Hafer wie Haferdrinks, Haferjoghurts, Haferflakes oder Hafercookies sind im Trend. Hafer ist als pflanzlicher Eisenlieferant für Vegetarier und Veganer interessant und hat einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Haferprodukte werden derzeit aber häufig importiert oder aus importiertem Hafer hergestellt, weil der Anbau in der Schweiz nur eine geringe Rolle spielt, und der meiste Hafer verfüttert wird. Rund 50’000 Tonnen Hafer werden jährlich importiert.
Die Fenaco Geschäftseinheit Getreide, Ölsaaten, Futtermittel (GOF) steigt deshalb in den Vertragsanbau von Hafer ein, wie es in einer Mitteilung heisst. Den Produzenten wird die Abnahme ihrer Produktion garantiert und die Vermarktung an die Verarbeiter sichergestellt. Für Hafer, der die Qualitätsrichtlinien erreicht, wird ein Zuschlag von 10 Franken pro Dezitonne auf den Richtpreis für Futterhafer bezahlt. Damit werde der Anbau von Speisehafer für die Bauernbetriebe auch ausserhalb der Nische wirtschaftlich interessant, wird Fortunat Schmid von Fenaco GOF zitiert. Im 2020 und 2021 sammle man erste Erfahrungen, ab 2022 soll es mit dem Vertragsanbau lostgehen. Die Sammelstellen suchen ab sofort Landwirtinnen und Landwirte, die sich für die Speisehaferproduktion interessieren.