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Zuckerrübenpflanzer erhalten den Richtpreis 2020

Die Interprofession Zucker sichert den Produzenten den Richtpreis für die letztjährige Ernte die Bezahlung des Richtpreises zu. Die Branchenvereinbarung für 2022 hängt von Entscheiden des Parlaments ab.

von pd

Die Interprofession Zucker, in der die Schweizer Zucker AG und die Rübenproduzenten organisiert sind, hat entschieden, den Richtpreis von 44 Franken pro Tonne Zuckerrüben für die Ernte 2020 zu bezahlen. Der internationale Zuckermarkt habe sich in den letzten Monaten entspannt und die Preise würden auf tiefem Niveau leicht ansteigen, heisst es in einer Mitteilung. Das wirke sich auch positiv auf den Schweizer Markt aus, der Richtpreis von 44 Franken pro Tonne Zuckerrüben könne so vollumfänglich bezahlt werden. Dazu müssen Reserven aufgelöst werden, aber im kleineren Rahmen als in den Vorjahren. Mit einer durchschnittlichen Qualitätsbezahlung von 7 Franken pro Tonne Zuckerrüben erhalten die Produzenten so 51 Franken.
Die Branchenvereinbarung für das kommende Jahr will die Interprofession erst Anfang Oktober verabschieden. Der Grund dafür ist, dass das Parlament in der Sommersession die parlamentarische Initiative «Stopp dem ruinösen Preisdumping beim Zucker! Sicherung der Schweizer Zuckerwirtschaft» noch nicht abschliessend behandelt hat. Damit seien die Rahmenbedingungen bezüglich Grenzschutz für Zucker und der Einzelkulturbeitrag für den Anbau 2022 noch offen. Die Interprofession sichert den Produzenten aber mindestens die Konditionen der Branchenvereinbarung 2021 zu. 
Ferner werden weiterhin Rübenproduzenten für die konventionelle Produktion, für IP-Suisse- und für Bioproduktion gesucht.