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Fenaco: Problem mit Minusstunden

Weil die Fenaco auf den Bezug von Kurzarbeitsgeldern für die Mitarbeitenden von Handelsfirmen verzichtet hat, hat sie nun ein Problem mit Minusstunden.

von wy

Die Handelsfirmen des Agrarkonzerns Fenaco litten während der Corona-Krise. Wegen der Schliessungen von Gastronomiebetrieben sanken die Umsätze massiv. Die Fenaco bezog für die betroffenen Mitarbeitenden für eine kurze Zeit Kurzarbeitsgelder vom Bund. Als die Fenaco-Spitze sah, dass die Geschäfte im Detailhandel sehr gut liefen, beschloss sie, auf Kurzarbeit zu verzichten, schreibt der Tages-Anzeiger. In vielen Fällen habe man Mitarbeiter in anderen Unternehmensbereichen beschäftigt, wo ein höherer Personalbedarf geherrscht habe, wird eine Fenaco-Sprecherin zitiert. Weil das aber nicht in allen Fällen gelang, haben über 100 Mitarbeitende von insgesamt 500 Mitarbeitenden der Handelsfirmen Minusstunden aufgeschrieben. Das Problem: Die Fenaco wird kaum verlangen können, dass die Minusstunden kompensiert werden. Grundsätzlich gehen solche Minusstunden zulasten des Arbeitgebers. Andererseits: Werden die Minusstunden gestrichen, sind Mitarbeitende benachteiligt, die gearbeitet haben.
Wie das Problem gelöst werden soll, sei noch offen, heisst es weiter. «Auf jeden Fall werden wir einen Weg finden, der für unsere Mitarbeitenden stimmig ist», wird die Fenaco zitiert.