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SMP: Standortgerechte Milchproduktion unter Druck

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) verlangen in der Vernehmlassung zum «Massnahmenplan Sauberes Wasser» des Bundesrates Korrekturen. Eine standortgerechte Produktion praktisch ohne Pestizid-Einsatz wie die Milchproduktion komme mit den Vorschlägen unter Druck.

von lid

(Bild: zVg)
Im Rahmen der Vernehmlassung zur Umsetzung der Parlamentarischen Initiative setzen sich die SMP für eine standortgerechte Produktion in der Schweiz ein, wie sie mitteilen. Grünflächen hätten aufgrund der Kreislaufwirtschaft und der konsequenten Nutzung von Hofdünger eine positive Humusbilanz und seien klimaschonend. Zusammen mit der Tatsache, dass der Einsatz von Pestiziden auf Grünflächen fast inexistent sei, werde klar, dass die Nutzung von Grünflächen weiter gefördert werden müsse, so die SMP. Dass starke Differenzierungsmerkmal von Schweizer Milch aufgrund der Fütterung mit hauptsächlich Raufutter (86%) und einheimischen Futter (92%) dürfe nicht aufgeweicht werden. Es sei deshalb zentral, dass das Programm zur Graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion (GMF) beibehalten und modifiziert werden müsse. Die SMP stellen klar, dass sie sich keiner Weiterentwicklung verschliessen, aber die vorgeschlagenen Massnahmen im Fütterungsbereich äusserst kompliziert und nicht reif seien.
Die SMP unterstützen zudem die vorgeschlagenen Programme RAUS und WEIDE und fordern weiter, dass auch die Lebtagleistung als sehr klimawirksame Massnahme aufgenommen wird. Eine Reduktion von 10% bei Stickstoff- und Phosphorverlusten sehen sie als realistische Grösse an. In der Vorlage fänden sich zudem kaum Massnahmen zur Substitution von Mineral- durch Hofdünger.
Die SMP haben ihre ausführliche Stellungnahme aufgeschaltet.