Datum:

Weltmilchmarkt: Preise legen leicht zu

Nachdem an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) die Notierungen bei den letzten acht Auktionen im Schnitt rückläufig waren, kam es diese Woche beim jüngsten Event wieder zu einem positiven Gesamtergebnis.

von aiz.info

(Symbolbild Pixabay)
Konkret erhöhte sich der GDT-Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, um 0,3%. Während diesmal die Kurse für die meisten gehandelten Produkte leicht zulegen konnten, setzte sich der Preisrückgang bei Vollmilchpulver – in abgeschwächter Form – fort. Der GDT-Index war seit Jahresbeginn 2021 kontinuierlich gestiegen und hatte Anfang März den höchsten Wert seit sieben Jahren erreicht. Ab Mitte April tendierte er nach unten.
Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) stieg beim jüngsten GDT-Event im Durchschnitt aller Kontrakte um 1,5% auf 5.791 USD/t. Bei Butter ergab sich ein Plus von 4% auf 4.771 USD/t. Die Preise für Cheddar-Käse legten im Mittel um 2,8% auf 4.184 USD/t zu, während jene für Laktose mit 1.097 USD/t unverändert blieben.
Milchpulver-Notierungen tendieren gegensätzlich
Die Milchpulver-Kurse tendierten bei der jüngsten GDT-Auktion erneut unterschiedlich. So konnte der Index für Magermilchpulver um 1,1% auf 3.052 USD/t zulegen, wogegen die Notierung für Vollmilchpulver – das Leitprodukt dieser Auktion – um 1,5% auf 3.552 USD/t nachgab.
In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 22.543 t verkauft, damit war die Menge geringer als bei der vorhergehenden Auktion (24.084 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter stieg auf 180.
Analysten sehen Zeichen der Stabilisierung
Die Analysten werten den leichten Indexanstieg als Zeichen einer beginnenden Stabilisierung. Der Index für Vollmilchpulver sei zwar weiter rückläufig, er liege aber immer noch um 23% über dem Vorjahresniveau, wird betont. Bei der jüngsten Auktion hätten sich die chinesischen Bieter etwas zurückgehalten und weniger Vollmilchpulver gekauft, gleichzeitig sei aber die Nachfrage aus Europa, dem Mittleren Osten, aus Afrika und Süd- beziehungsweise Zentralamerika gestiegen.