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Ramseier beginnt spät mit Mosten

Aufgrund der diesjährigen Witterungsverhältnisse starten die Mostereien der Ramseier Suisse AG rund zehn Tage später als 2020 mit der Verarbeitung von Mostobst.

von pd/mos

Letztes Jahr verarbeitete Ramseier rund die Hälfte des Schweizer Mostobstes. (zVg)
In Oberaach (TG) wurde das erste Mostobst am 24. August 2021 angeliefert, die Mosterei Sursee (LU) beginnt mit der Verarbeitung am 1. September 2021, wie Ramseier in einer Mitteilung schreibt. Trotz der aktuell hohen Lagermenge von Obstsaftkonzentrat, die den Bedarf von über einem Jahr abdecken könnte, werde Ramseier alles angelieferte Mostobst im Rahmen der Ernte 2021 annehmen und in den beiden Mostereien verarbeiten, heisst es in der Mitteilung weiter.
Letztes Jahr verarbeitete Ramseier 49‘776 Tonnen Mostobst – also fast die Hälfte der gesamten Mostobstmenge der Schweiz.
Der Schweizer Obstverband prognostiziert eine Gesamtmostobsternte von rund 55’000 bis 65’000 Tonnen. Diese dürfte damit deutlich tiefer sein als die letzten vier Jahre, als im Schnitt schweizweit 86’312 Tonnen Mostobst verarbeitet wurden. Grund für die tiefere Ernte sind ein kalter Frühling mit Frostnächten sowie häufige Niederschläge und Hagel im Sommer.