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Die Schweiz exportiert mehr Käse

Die Käseexporte der Schweiz verliefen im 1. Halbjahr des Jahres positiv. Es konnten 2816 Tonnen oder 8,1 Prozent mehr ausgeführt werden als im Vorjahreszeitraum. Mengenmässig besonders stark entwickelte sich der Gruyère AOP.

von Jonas Ingold/lid

Schweizer Käse war im ersten Semester im Ausland gefragt. (ji/lid)
Die Käseexporte der Schweiz sind in den ersten 6 Monaten des Jahres um 8,1 Prozent auf 37’408 Tonnen gestiegen, wie Zahlen der TSM Treuhand zeigen. Mit Abstand wichtigster Absatzmarkt war Deutschland, wohin 15’475 Tonnen Käse gingen, danach folgt Italien mit 5839 Tonnen. Mit 31’162 Tonnen gingen 83 Prozent des Exportkäses nach Europa. Wichtigster Überseemarkt sind mit 1978 Tonnen die USA.
Betrachtet man die Produktgruppen, zeigt sich bei allen ausser Schmelzkäse ein Export-Zuwachs. Prozentual am stärksten war es mit 29 Prozent beim Weichkäse (+59,6 Tonnen). Mengenmässig legten die Halbhartkäse mit +1316 Tonnen am meisten zu. Beim Hartkäse – der meistexportierten Kategorie – waren die Exporte mit +1,2 Prozent im Bereich des Vorjahrsemesters.
Gruyère festigt Spitzenposition
Dieses Jahr feierte der Gruyère AOP das 20-Jahr-Jubiläum der AOP-Eintragung. Und zum Feiern anregen dürfte die Sortenorganisation auch die Exportstatistik. Der klar am meisten exportierte Schweizer Käse legte in den ersten 6 Monaten des Jahres nämlich nochmals zu: Die Exporte stiegen um 8,1 Prozent oder 478,4 Tonnen auf 6377,6 Tonnen, wie die Statistik zeigt. Für Gruyère setzt sich damit der Erfolg aus dem Vorjahr fort, das mit 13‘258 Tonnen als Rekordjahr in die Bücher einging.
Weiterhin der am zweitmeisten exportierte Käse ist der Emmentaler AOP. Mit 5389,9 Tonnen musste er eine leichte Einbusse um 1,1 Prozent resp. 61,2 Tonnen hinnehmen. Für die Nr. 3, den Appenzeller, lief es gut. Der Käse mit dem gut gehüteten Rezept legte um 9,6% auf 2469,3 Tonnen zu.