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Leclerc kämpft gegen Preiserhöhungen

Der grösste französische Detailhändler will sich gegen zu starke Preiserhöhungen auf Lebensmittel wehren.

von lz/wy

Michel-Édouard Leclerc, Chef des grössten französischen Detailhändlers Leclerc, will sich in den Verhandlungen mit den Lebensmittelherstellern gegen «ungerechtfertigte» Preiserhöhungen wehren. Die Industrie spekuliere und nutze die Krise aus, um höhere Preise zu rechtfertigen, sagte Leclerc gemäss LZ-net im französischen TV-Sender BFMTV. Steigende Rohstoffpreise würden die verlangten Erhöhungen nicht erklären, fand er. Es gebe Spekulation über Weizen- oder Maisknappheit. Grosse Hersteller wie Unilever würden etwa für Frühstückscerealien Preiserhöhungen verlangen, die angesichts des geringen Weizenanteils nicht gerechtfertigt seien.
Die Hersteller würden für Teigwaren 23 Prozent höhere Preise verlangen, für Essig 15 Prozent, für Olivenöl 11 Prozent, für Aufschnitt zwischen 9 und 15 Prozent und für Zucker um die 10 Prozent, sagte Leclerc. Er werde es mit der Industrie aufnehmen und hart verhandeln. «Wir haben kein Interesse an steigenden Preisen, die Kaufkraft ist unser Thema Nummer eins.»