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FiBL-Projekt gewinnt internationalen Forschungspreis

Der von Biovision und der Agropolis-Stiftung vergebene «SHIFT-Preis» zeichnet agrarökologische Projekte aus, die eine nachhaltige Entwicklung fördern und zu einer Transformation der Ernährungssysteme beitragen. Dieses Jahr geht der Preis an ein agrarökologisches Forschungsprojekt des Schweizer Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

von lid

(Bild: zVg)
Die Landwirtschafts- und Ernährungssysteme stünden durch Klimawandel, Wasserknappheit, Verlust von Biodiversität und der Abnahme der Bodenfruchtbarkeit weltweit unter Druck, schreibt die Stiftung Biovision in einer Medienmitteilung. Einen Ausweg biete die Agrarökologie, mit der die Widerstandsfähigkeit von Ernährungssystemen verbessert und genügend gesunde Nahrung für alle in einer gesunden Umwelt produziert werden könne. Damit sich agrarökologische Methoden gegenüber dem vorherrschenden Modell der industriellen Landwirtschaft besser durchsetzen und politische Entscheidungsträgerinnen und -träger überzeugt werden könnten, seien wissenschaftliche Studien von immenser Bedeutung. Das sei der Grund, warum Biovision in Zusammenarbeit mit der französischen Stiftung Agropolis den «SHIFT-Preis» für transformative agrarökologische Forschung im Dienste der nachhaltigen Entwicklung verleihe.
Dieses Jahr wurde nun das Projekt «Landwirtschaftlicher Langzeit-Systemvergleich in den Tropen» (SysCom) des FiBL zum Sieger gekürt. Das Siegerprojekt habe die Jury insbesondere deshalb überzeugt, weil SysCom untersuche, wie ökologische Landwirtschaft auch in tropischen Gebieten profitabel sein und welchen Beitrag diese zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten könne. Dafür analysiere SysCom mit seinen Partner-Organisationen vor Ort diverse Aspekte des Ernährungssystems. Zentral dabei sei, dass das Projekt die lokalen Landwirtinnen und Landwirte mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung in die Forschung einbinde.