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Ricola will sich neu erfinden

Ricola-Chef Thomas Meier will aus dem weltbekannten Hustenbonbon ein Lifestyle-Produkt machen. Eine neue Werbekampagne und zwei neue Bonbon-Sorten machen den Anfang.

In den neuen Bonbons treffen die traditionellen Alpenkräuter auf Ingwer und Tannenextrakt. (Ricola Group AG, Laufen)

Die Coronapandemie hat dem Kräuterspezialisten Ricola ziemlich zugesetzt. Wegen der Corona-Schutzmassnahmen waren die Leute kaum erkältet, die Hustenbonbons deshalb wenig gefragt. Ausserdem fehlten wegen Homeoffice die Pendlerinnen und Pendler, die sich am Kiosk mit den Lutschbonbons eindeckten. Seit diesem Frühling gehe es zwar mit dem Umsatz wieder nach oben, sagte Ricola-Chef Thomas Meier gegenüber dem «Bund». «Wir sind aber noch nicht wieder auf dem Niveau von vor der Krise.»
Nun will Meier Ricola neu erfinden, wie die Zeitung weiter schreibt. Aus den Erkältungsbonbons soll ein Lifestyleprodukt werden, das man jederzeit gerne lutscht. «Wir hoffen, dass wir uns als kleines Stück Schweizer Natur zum Genuss für zwischendurch durchsetzen können», sagte Meier.
Ab Ende Oktober startet Ricola eine neue Kampagne im Fernsehen und in den sozialen Medien. Die Filme seien so humorvoll wie die legendäre «Wer hats erfunden?»-Kampagne, so Meier. Der neue Spruch stammt vom Werber Jean-Remy von Matt, der bereits «Wer hats erfunden?» kreiert hat.
Neue Sorten: Tannenextrakt und Ingwer-Orangenminze
In den nächsten Wochen lanciert Ricola ausserdem zwei neue Bonbonsorten, bei denen die traditionelle 13-Kräutermischung mit Tannenextrakt sowie Ingwer-Orangenminze ergänzt wird. Während die Alpenkräuter aus der Schweiz stammen, kommt das Tannenextrakt aus Österreich, weil die Mengen in der Schweiz nicht ausreichten. Den Ingwer importiert Ricola aus China. Man habe lange darüber diskutiert, ob man das tun solle, sagte Meier der Zeitung. Aber Ingwer sei in Deutschland, dem zweitwichtigsten Markt nach den USA, momentan ein Riesentrend.

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