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Nachhaltigste Zuckerfabrik Europas

Am Freitag wurde in Aarberg gleich neben der Zuckerfabrik das neue Holzkraftwerk offiziell eröffnet. Die Schweizer Zucker AG spart dadurch künftig jedes Jahr mehr als 16'000 Tonnen CO2-Emissionen ein.

von lid

Blick vom neuen Holzkraftwerk zur Zuckerfabrik. (lid/ji)
Die Schweiz exportiert pro Jahr rund 450’000 Tonnen Altholz. Das HKW Aarberg kann künftig 70’000 Tonnen davon thermisch verwerten und in Energie umwandeln. Diese Energie wird in Form von Prozessdampf, Heisswasser und Elektrizität unter anderem dazu ver­wendet, in der benachbarten Zuckerfabrik Aarberg Zuckerrüben zu verarbeiten. Die Schweizer Zucker AG spart dadurch künftig jedes Jahr mehr als 16’000 Tonnen CO2-Emissionen ein. «Wir produzieren damit den europaweit nachhaltigsten Zucker», sagt Andreas Blank, VR-Präsident der Schweizer Zucker AG an der Eröffnung. Das Potenzial der HKW ist damit noch nicht ausgeschöpft, künftig könnten auch Haushalte in Aarberg mit Heizwärme beliefert werden.
Das Holzkraftwerk ist schweizweit das einzige, dass auch schwer belastetes Holz wie Eisenbahnschwellen nutzen kann. Aktuell jedoch nur in der Theorie, wie Blank bedauerte. Denn kurz vor Inbetriebnahme erklärte das Bundesamt für Energie, dass es für schwer belastetes Altholz nur die halbe kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) gebe. Damit rentiere sich die Produktion nicht. «Das letzte Wort dazu ist damit aber noch nicht gesprochen», so Blank.
Das HKW Aarberg ist von der Terra Nova GmbH, der AG für Abfallverwertung AVAG und der Schweizer Zucker AG gegründet worden.