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Label zum Schutz von Schweizer Brot

Der Nationalrat verlangt vom Bundesrat eine Anpassung des Rechts, um das Schweizer Brot zu schützen.

Der Verein Schweizer Brot hat im August die Marke «Schweizer Brot» lanciert. (zVg)

Die Regierung soll insbesondere ein Label einführen, das angibt, dass das angebotene Brot in der Schweiz und aus Schweizer Mehl hergestellt wird. In diesem Sinn hat der Rat eine Motion von alt Nationalrat Carlo Sommaruga (SP/GE) mit 107 zu 74 Stimmen bei 7 Enthaltungen angenommen. Immer mehr kleine Bäckereien in der Schweiz seien von Importbrot aus industrieller Produktion bedroht. Ein Label könne hier wieder Wettbewerbsgleichheit herstellen, argumentierte die Mehrheit. Der Vorstoss geht an den Ständerat.
Die Möglichkeiten für eine preiswerte Beschaffung in Ländern wie Polen oder Rumänien haben dem lokalen Markt geschadet, heisst es in der Motion. Die dort hergestellten Croissants können beispielsweise zum Preis von 11 Rappen bestellt werden, während die Produktionskosten in der Schweiz über einem Franken liegen. Die enorm preiswerten Produkte würden per Lastwagen oder sogar per Flugzeug importiert und hätten eine katastrophale CO2-Bilanz. All das werde gemacht, ohne dass Konsumentinnen und Konsumenten detailliert darüber informiert würden.
Da es heute aufgrund der WTO-Abkommen und der Verträge mit der Europäischen Union (Cassis-de-Dijon-Prinzip) nicht möglich sei, diese Importe infrage zu stellen, brauche es eine absolute Transparenz auf dem Markt, heisst es in der Motion weiter. Dies würde den Konsumentinnen und Konsumenten dabei helfen, sich verantwortungsbewusst für Schweizer Brot entscheiden zu können.
Bereits im August hat der Verein Schweizer Brot (VSB) die neue Marke «Schweizer Brot» lanciert, die für Transparenz sorgen soll.

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