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Bio Suisse und FiBL prüfen klimaneutrale Biolandwirtschaft

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL und Bio Suisse gehen eine strategische Partnerschaft ein, mit dem Ziel gemeinsam Wege zu einem klimaneutralen Biolandbau in der Schweiz zu finden.

von lid

Ende Jahr sollen die Ergebnisse der Vorstudie vorliegen. Anschliessend wollen FiBL und Bio Suisse gemeinsam mit der Praxis Ziele definieren und Massnahmen entwickeln. (lid)
Die 14 Prozent Treibhausgasemissionen aus der Schweizer Landwirtschaft seien zu viel, finden Bio Suisse und das FiBL. In einer Vorstudie wollen die beiden Institutionen darum gemeinsam prüfen, ob und wie die biologische Landwirtschaft klimaneutral werden kann. Denn nicht nur der Detailhandel fordere klimaneutrale Produkte, sondern auch die Biobäuerinnen und -bauern selbst wollten ihren Teil zu einer klimaschonenden Landwirtschaft beitragen, teilen FiBL und Bio Suisse gemeinsam mit.
Obwohl die Vorstudie erst gerade lanciert wurde, gebe es doch bereits erste Punkte, bei welchen bezüglich Klimaneutralität angesetzt werden könne, hiesst es weiter. So biete sich im Bereich Rinderhaltung Potential. Unter anderem mit einer Vegetationsumstellung auf klimaschonendere Pflanzen, einer Anpassung der Fütterung und einer Erhöhung der Nutzungsdauer der Milchkühe könne der Ausstoss an Treibhausgasen bei Wiederkäuern reduziert werden. Zudem werde auch die Nutzung regenerativer Energiequellen für den Betrieb der landwirtschaftlichen Maschinen und Gebäuden in Zukunft immer wichtiger.
Laut ersten Erkenntnissen der Vorstudie werde es nur möglich sein, die Klimaneutralität zu erreichen, wenn unvermeidliche Emissionen kompensiert werden – beispielsweise durch die Speicherung von Kohlenstoff über pflanzliche Biomasse. Die Vorstudie werde genauere Anhaltspunkte geben, welchen Weg Bio Suisse und das FiBL zur Erreichung des ambitionierten Zieles gehen werden.