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Parlament verabschiedet Grenzschutz für Zucker

Das eidgenössische Parlament will bis 2026 die einheimische Zuckerproduktion mit einem Mindestgrenzschutz und Einzelkulturbeiträgen unterstützen.

von sda/pd/mos

Die Rübe als Politikum. (Symbolbild Pixabay)
Mit 116 zu 58 Stimmen bei 22 Enthaltungen (Nationalrat) und mit 31 zu 8 Stimmen bei 5 Enthaltungen (Ständerat) hat das eidgenössische Parlament in der Schlussabstimmung eine Änderung des Landwirtschaftsgesetzes beschlossen, mit der bis im Jahr 2026 Zuckerrüben-Bauern finanziell unterstützt werden und ein Mindestgrenzschutz von 70 Franken pro Tonnen Zucker gilt.
Zuckerbranche erleichtert
Erleichtert über den Entscheid zeigt sich die Zuckerbranche. Durch diesen Beschluss erhielten die Rübenpflanzer Planungssicherheit und der Schweizer Zucker einen fairen Preis im Markt, schreiben der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer, die Schweizer Zucker AG und der Schweizer Bauernverband in einer gemeinsamen Mitteilung.
«Wir hoffen, dass jetzt wieder vermehrt die dringend notwendigen Zuckerrüben angebaut werden», wird Josef Meyer, der Präsident des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer, in der Mitteilung zitiert.
Der Entscheid aus Bern gebe der Branche Zeit, um den Anbau von Zuckerrüben nachhaltiger und ökonomischer zu gestalten. Die Forschung müsse weiter nach krankheitsresistentem Saatgut suchen, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu vermindern.