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«Ich bin keine Milch» ist nicht erlaubt

Wie dürfen vegetarische oder vegane Alternativen zu tierischen Produkten heissen? Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat seine Richtlinien aktualisiert.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
Das Schweizer Lebensmittelrecht definiert nicht abschliessend, welche Bezeichnungen für vegane und vegetarische Fleisch- und Milchalternativen zulässig sind. In der Praxis ist es nicht immer leicht festzustellen, ob Bezeichnungen dem Lebensmittelrecht entsprechen oder ob sie irreführend beziehungsweise täuschend sind. Um eine einheitliche Auslegung und Anwendung des Lebensmittelrechts zu gewährleisten, hat das BLV im November 2019 ein Informationsschreiben zum Thema verfasst – als Beurteilungshilfe für Vollzugsbehörden und Lebensmittelproduzenten.
Ende September ist eine aktualisierte Version des Informationsschreibens erschienen (PDF-Download). Darin wird unter anderem festgehalten, dass auch negative Auslobungen wie zum Beispiel «Ich bin keine Milch» nicht zulässig sind. Auch das Anbringen einer im Produkt nicht vorhandenen Zutat tierischer Herkunft, wie zum Beispiel «Rind» oder «Käse»,welche auf der Etikette dann durchgestrichen wird, ist nicht zulässig. Dasselbe gilt laut dem Schreiben auch für Abbildungen oder Piktogramme eines Tieres.