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Coca-Cola entwickelt pflanzenbasierte Flaschen

Dank einer neuen Technologie sollen Coca-Cola-Flaschen künftig mit einem Rohstoff produziert werden, der aus Hartholz gewonnen wird.

von pd/wy

Coca-Cola hat angekündigt, gemeinsam mit dem chinesichen Technologiehersteller Changchun Meihe und dem finnischen Forst- und Papierkonzern UPM eine neue Technologie für die Produktion von Flaschen aus 100 Prozent pflanzlichen Rohstoffen zu entwickeln. Dabei geht es darum, ein Monoethylenglykol, das heute wesentlicher Bestandteil von PET-Flaschen ist, aus Hartholz herzustellen.
Produziert wurde eine Serie von 900 Prototypen. Coca-Cola erklärt, diese seien innerhalb der bestehenden Rücknahme-Infrastrukturen rezyklierbar. Das Material, aus dem die Flaschen bestehen, habe die gleiche molekulare Struktur wie fossilbasiertes PET und die gleichen Materialeigenschaften.
Dies sei ein Meilenstein in der Entwicklung von PET-Kunststoff ohne fossile Rohstoffe in der Massenproduktion, erklärte Coca-Cola gemäss dem Portal «Packaging Europe». Coca-Cola will bis 2050 klimaneutral werden und bis 2025 drei Millionen Tonnen oder rund ein Fünftel weniger fossiles Plastik verwenden. Man werde die Plant-Bottle-Technologie auch anderen Herstellern zur Verfügung stellen, heisst es weiter. Realisiert werden soll die neue Technologie in einer neuen Bioraffinerie, die UPM derzeit in der deutschen Stadt Leuna erstellt. Diese soll 2023 die Produktion aufnehmen, mit einer Kapazität von 220’000 Tonnen.