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Lidl Schweiz wächst mit Bio- und Vegi-Produkten

Lidl Schweiz hat in den vergangenen beiden Geschäftsjahren (per Ende Februar 2021) den Umsatz mit nachhaltigen Produkten gesteigert. Dies geht aus dem Nachhaltigkeitsbericht hervor, den der Discounter publiziert hat.

von awp/sda/mos

(zVg)
Im Corona-Jahr 2020 hat das Unternehmen den Umsatz mit veganen und vegetarischen Produkten verdoppelt. Zudem ist der Umsatz mit Bio-Produkten um fast 50 Prozent gewachsen. Das Angebot werde ausserdem laufend ausgebaut, schreibt der Discounter in einer Mitteilung.
Bio-Anteil von fast 10 Prozent
Ende 2020 betrug der Anteil an Bio-zertifizierten Produkten im dauerhaft verfügbaren Sortiment 9.9 % (2019: 8.3 %). Damit habe Lidl das Ziel, bis Ende 2023 mindestens 9.5 % des Standardsortiments in Bio-Qualität anzubieten, bereits 2020 erreicht und übertroffen, heisst es im Bericht.
Ende 2020 hat Lidl zusammen mit dem Schweizer Tierschutz STS eine Kennzeichnung für Tierwohlaspekte entwickelt. Ab dem Geschäftsjahr 2021 werden alle Frischfleischprodukte mit dem entsprechenden Tierwohlrating direkt auf der Verpackung gekennzeichnet. 2020 stammten 34.5 % des frischen  Rindfleischs aus Schweizer Bio-Weidehaltung.
Über das gesamte Geschäftsjahr 2020 hinweg waren 91.5 % (2019: 91 %) der dauerhaft verfügbaren Fischprodukte und Meeresfrüchte MSC-, ASC- oder Bio-zertifiziert. Seit Herbst seien es 100 %, heisst es im Bericht weiter.
Seit 2019 hat das Unternehmen die CO2-Emissionen im Betrieb um 11 Prozent reduziert. Gründe dafür sind die Umstellung auf erneuerbaren Strom, die Reduktion der Logistik-Kilometer und der Ersatz von Gaswärmepumpen durch Elektrowärmepumpen.
70 Prozent Frauen
Was das Personal anbelangt, so waren letztes Jahr 70 Prozent der Belegschaft Frauen. Über die Hälfe der Filialen würden auch von Frauen geleitet, hiess es weiter.
Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Lidl Schweiz sich der «Science Based Targets initiative» angeschlossen. Damit unterstützt das Unternehmen die Ziele des Pariser Klimaabkommens. Ebenfalls ist der Discounter der «Initiative Action Collaboration Transformation» beigetreten, welche Flächengesamtarbeitsverträge für die Textilindustrie anstrebt.