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Ein Drittel weniger Brotgetreide

Die diesjährige Erntesituation bei Getreide und Ölsaaten ist geprägt durch tiefe Erträge und tiefe Erntemengen. Bei allen Kulturen wurden Einbussen verzeichnet – am meisten beim Brotgetreide.

von lid

Die Getreide- und Ölsaatenernten gestalteten sich schwierig: Hagel und nasses Wetter erschwerten die Arbeitn und minderten die Erträge sowie die Qualität. (lid/rh)
Brotweizen mit minus 30,5 Prozent, Dinkel mit minus 24,5 Prozent und Roggen sogar mit minus 55,3 Prozent würden dieses Jahr deutlich tiefere Erntemengen ausweisen als im vergangenen Jahr, schreibt die Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen Swiss Granum in ihrer Bilanz zur Erntesituation 2021. Insgesamt habe aus der diesjährigen Ernte eine backfähige Brotgetreidemenge von 304’079 Tonnen resultiert – über 130’000 Tonnen weniger als 2020. Die Durchschnittserträge seien bei allen Kulturen tief. Dies sei auf die aussergewöhnliche Witterung im Frühling und Sommer sowie den Hagelschlag zurückzuführen. Sowohl Brotweizen, Dinkel wie auch Roggen sei vom Auswuchs betroffen gewesen. Diese nicht backfähigen Brotgetreidemengen in der Höhe von rund 95’000 Tonnen könnten aber im Futtersektor vermarktet werden.
Tiefere Erträge auch beim Futtergetreide
Auch bei den Futtergetreidearten seien tiefe Durchschnittserträge verzeichnet worden, heisst es weiter. Sowohl Gerste mit minus 11,9 Prozent, Futterweizen mit minus 22,6 Prozent, Triticale mit minus 19,4 Prozent sowie Hafer mit minus 19,9 Prozent würden 2021 deutlich tiefere Erntemengen ausweisen als im vergangenen Jahr. Mengenmässig den grössten Rückgang verglichen mit 2020 sei bei Gerste verzeichnet worden – dort gab es eine Gesamtmenge von 164’838 Tonnen, was gegenüber Vorjahr einem Minus von minus 22’260 Tonnen entspricht.
Zu wenig inländischer Raps
Und auch die Ölsaaten werfen dieses Jahr kleinere Ernten ab: Beim Raps hätten sich die Auswirkungen der Witterung sowie zusätzlich der erhöhte Schädlingsdruck in einer tieferen Erntemenge bemerkbar gemacht. Gesamtschweizerisch habe 12,5 Prozent weniger Raps geerntet werden können als im Vorjahr – damit könne die Nachfrage nach inländischem Raps nicht gedeckt werden.