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Bio Suisse fordert eigene Fachrichtungen für Berufslehre

Bio Suisse fordert zwei Bio-Fachrichtungen in der landwirtschaftlichen Berufslehre. Die Delegierten lehnten ausserdem das Spermasexing ab.

Die Delegiertenversammlung von Bio Suisse fasste am Mittwoch mehrere wegweisende Entscheide, wie der Verband in einer Mitteilung schreibt. Das Zielpapier Bio-Grundbildung wurde einstimmig angenommen. Der Antrag für die Zulassung des Spermasexing wurde deutlich abgelehnt. An seiner letzten Sitzung hat der Vorstand ausserdem die Ja-Parole zur Massentierhaltungsinitiative beschlossen.
Mit der Annahme des Zielpapiers Bio-Grundbildung fordert Bio Suisse zwei Bio-Fachrichtungen in der landwirtschaftlichen Berufslehre. Eine für den ackerbaubasierten Biolandbau und eine die grünlandbasierte Bio-Tierhaltung. Mit der steigenden Anzahl von Bio-Betrieben und Bio-Berufsabschlüssen braucht es nach Ansicht des Verbands zwingend sichtbare, eigenständige Bildungsangebote, wie es in der Mitteilung heisst.
Nein zum Spermasexing
Verschiedene Mitgliederorganisationen hatten mittels Antrag verlangt, das Sexing von Sperma sei in den Richtlinien von Bio Suisse zuzulassen. Die mechanische Trennung der Spermien nach Geschlecht ist seit den 90er Jahren verboten. Um gleichwohl Tiere züchten zu können, die sowohl für die Mast als auch die Milchviehhaltung geeignet sind, setzt der Biolandbau stattdessen auf die sogenannte «Bio-Kuh».
Bio-Suisse Vorstand sagt Ja zur Massentierhaltungsinitiative
Der Bio Suisse Vorstand hat anlässlich seiner letzten Sitzung die Ja-Parole zur Massentierhaltungsinitiative beschlossen. Mit der Ja-Parole respektiere der Vorstand insbesondere die fundierten Abklärungen und engagierten Diskussionen in den Gremien und in der Delegiertenversammlung, welche zu diesen Richtlinien geführt haben, schreibt Bio Suisse. Die Schweizer Tierhaltung könne 2048 problemlos so weit sein wie Bio Suisse heute.

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