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Schwarzwaldmilch legt Projekt auf Eis

Die deutsche Schwarzwaldmilch wollte eine Käsemanufaktur bauen. Jetzt machen die massiv gestiegenen Baupreise dem Projekt einen Strich durch die Rechnung.

von pd/hps

(zVg)
Die geplante Käsemanufaktur der genossenschaftlichen Milcherzeugergruppe Schwarzwaldmilch fällt explodierenden Baukosten zum Opfer, wie das Portal baden.fm meldet. Die massiv gestiegenen Preise für Materialien würden aus Sicht der Molkerei nicht mehr bezahlbar sein. Damit habe sich das Unternehmen am Freitag 17.12.2021, dazu entschlossen, das Projekt nicht weiter zu verfolgen.
Die Schwarzwaldmilch-Gruppe hatte das Projekt einer eigenen Käsemanufaktur im Schwarzwald, bereits im 2017 begonnen und vor einem Jahr konnte die Molkerei einen Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs küren. Dieser sah einen gut sichtbaren und repräsentativen Standort in Titisee-Neustadt mit angeschlossenem Restaurant, einem eigenen Marktbereich und einem Erlebnisrundgang für Besucher vor.
Der Baupreisindex in Deutschland ist jedoch innerhalb von neun Monaten um 14 Punkte auf einen Wert von knapp 130 gestiegen und viele Baustoffe haben sich deutlich verteuert. Betonstahl koste im Schnitt fast 70 Prozent mehr und Holz sogar rund 90 Prozent.
Jetzt habe der Aufsichtsrat die Notbremse gezogen. Die finanziellen Mittel, die für das Bauvorhabens eingesetzt werden müssten, würden laut baden.fm, die Ressourcen übersteigen. Die Verantwortung gegenüber den Milcherzeugern müsse höchste Priorität haben. Die Kostensituation mache es für die Schwarzwaldmilch unmöglich, die Pläne unter dem Apsekt der Wirtschaftlichkeit weiterzuverfolgen.