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Bio: Welche Regeln gelten im 2022?

Seit dem 1. Januar gelten neue Bestimmungen für Anbau, Tierhaltung sowie für Verarbeitung und Vermarktung von Bioprodukten.

Wachsmaisstärke wird für die Herstellung von Vanille-Grundstoff zugelassen. (zVg)

Die Änderungen, die ab Januar 2022 bei den Schweizer Bioregeln in Kraft treten, betreffen insbesondere die Landwirtschaft. So zum Beispiel bei der Fütterung der Wiederkäuer, die nur noch mit inländischem Rau- und Kraftfutter gefüttert werden dürfen, wobei die Mühlennebenprodukte ausgenommen sind. Auch bei Schweinen müssen die Rohstoffe zu 100 Prozent aus biologischem Anbau sein. Ausgenommen sind Molkereiabfälle. Weiter müssen biogisch erzeugende Milchviehbetriebe bei einer Biomilchorganisation (BMO) Mitglied sein oder sich bei Bio Suisse registrieren.
Genauere Deklaration
Bei Obst, Gemüse, Kräuter, Pilze und Sprossen werden die Warentrennung und die Rückverfolgung gesetzlich gefordert. Die Kontrolle wird von der Lebensmittelkontrolle durchgeführt. Auf den Biokontrollen wird die Separierung von Bio und nicht Bio genau überprüft. Weil für die industrielle Verarbeitung der Einsatz von Wachsmaisstärke technologisch notwendig und sinnvoller ist als der Einsatz von Stärken aus Übersee, wird Wachsmaisstärke für die Herstellung von Vanille-Grundstoff zugelassen.
Weitere Änderungen wurden im Bereich der Deklaration erlassen. So müssen bei gekochten und gefärbten Eiern die Färbemittel deklariert werden. Bei Proteinprodukten wie Tofu oder Tempeh muss die Extrusion deklariert werden. Beim Reis muss Parboiling auf der Verpackung deklariert werden. Unter biologischen Zutaten, Zusatzstoffen und Verarbeitungshilfsstoffen ist neu Albumin gelistet. Zugelassen werden zudem Bakterien-Starterkulturen und Amylasen, die, falls verfügbar, aus biologischen Ausgangsstoffen gewonnen werden müssen.

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