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Fribourg lanciert Lebensmittel-Programme

Der Kanton Freiburg lanciert in diesem Jahr seine vor einem Jahr beschlossenen Flaggschiffprogramme im Lebensmittelbereich. Die Freiburger Regierung will damit den Kanton zum Leader in diesem Bereich machen.

von sda

Im Kanton Freiburg werden fast ein Viertel der Schweizer Agrarerzeugnisse verarbeitet. (Fred Grangier)
Beim ersten Programm, dem Aufbau eines «Food & Farm Living Lab», will Freiburg ein Pilotprojekt über die Verknüpfung zwischen der Information und dem Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten hinsichtlich Wahl der Lebensmittel durchführen. Das ist das Subprojekt 1.
Subprojekt 2 ist laut einer Mitteilung des Freiburger Staatsrats vom Montag die Schaffung eines Mechanismus für Innovationschecks für die Akteure der Landwirtschaft und der Lebensmittelwirtschaft.
Mit dem zweiten Flaggschiffprojekt will der Kanton Freiburg die Biomasseverwertung verbessern. Das dritte Flaggschiffprojekt trägt den Titel «Landwirtschaft & Nahrungsmittelindustrie 4.0». Ziel ist eine optimierte Stickstoffdüngung. Für jedes Projekt ist ein Projektleiter ernannt worden.
Vor fast genau einem Jahr verabschiedete der Freiburger Staatsrat die Strategie zur wirtschaftlichen Entwicklung des Lebensmittelbereichs. Im September des vergangenen Jahres startete die Ausarbeitung konkreter Projekte, von denen nun drei ausgewählt wurden. Der Kanton Freiburg verarbeitet fast ein Viertel der Schweizer Agrarprodukte.
Die Lebensmittelstrategie des Kantons habe zunächst kantonale und regionale Ziele, sei aber in einen viel breiteren Kontext eingebettet, indem sie sich gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen stelle, schreibt der Kanton Freiburg. Die Notwendigkeit einer neuen Denkweise und eines koordinierten und systematischen Ansatzes, der tiefgreifende Veränderungen von allen Akteuren des «Lebensmittelsystems» mit sich bringe, sei der Schlüssel zu seiner Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.