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Emmentaler: AOP-Schutz wird ausgeweitet

Seit dem 1. Dezember 2021 ist die Schweiz Mitglied der Genfer Akte des Lissabonner Abkommens über Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben. Emmentaler AOP profitiert damit jetzt von einem besseren Schutz.

von pd/hps

Am 28. Januar 2022 hat Emmentaler Switzerland als erstes AOP-Produkt der Schweiz die Ausdehnung auf die Mitgliedstaaten der Genfer Akte beantragt, wie die Sortenorganisation in einer Mitteilung schreibt. Denn seit dem 1. Dezember 2021 ist die Schweiz Mitglied der sogenannten Genfer Akte des Lissabonner Abkommens über Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben. Mit dieser können geschützte Ursprungsbezeichnungen wie AOP mit einem einfachen Verfahren gleichzeitig auf alle Mitgliedstaaten der Genfer Akte ausgedehnt und zum Schutz angemeldet werden. Vorher mussten Hersteller von Produkten mit geschützter Ursprungsbezeichnung, in jedem einzelnen Land einen Antrag auf Schutz stellen.
Schweizer Produkte mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung oder einer geschützten geografischen Angabe profitieren dadurch von einem besseren internationalen Schutz. Emmentaler Switzerland, als stark exportorientierte Sortenorganisation, kann den besseren Schutz brauchen. Der für Emmentaler AOP wichtigste Markt der Genfer Akte ist die Europäische Union. Im Jahr 2021 wurden rund 9’700 Tonnen Emmentaler AOP in die EU exportiert.