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Feiert Usego ein Comeback?

Die Mitarbeiterverpflegerin Felfel hat sich die Rechte an der Marke Usego gesichert. Was Felfel mit der alten Detailhandelsmarke vorhat, bleibt noch ein Geheimnis.

von mos

Usego: Die Marke weckt wohl noch bei vielen nostalgische Gefühle.
Das junge Schweizer Unternehmen Felfel hat verschiedene Logovarianten der Schweizer Lädeli-Marke Usego übernommen. Das zeigen Einträge im Schweizer Markenregister, wie die «Handelszeitung» berichtet. Anna Grassler, die Geschäftsleiterin von Felfel, bestätigte gegenüber der Zeitung die Übernahme der Usego-Markenrechte.
Das Zürcher Unternehmen Felfel stellt in Firmen Kühlschränke zur Mitarbeiterverpflegung auf und ist damit erfolgreich unterwegs (foodaktuell berichtete). Die Mini-Kantinen werden von Felfel täglich mit frisch zubereiteten Mahlzeiten, Suppen, Salaten, Snacks und Getränken gefüllt.
Was Felfel mit der Marke Usego vorhat, wollte Anna Grassler nicht verraten. Man werde im zweiten Halbjahr 2022 ein «spannendes Projekt» mit Usego starten, sagte sie der Zeitung. Felfel setzt dabei offenbar darauf, dass vor allem bei älteren Konsumentinnen und Konsumenten die Marke Usego noch bekannt und beliebt ist. «Brand und Logo sind emotional immer noch sehr stark aufgeladen», so Grassler.
Fast 20 Jahre im Dornröschenschlaf
Die 1907 gegründete Usego – die Abkürzung steht für «Union Schweizerische Einkaufsgesellschaft Olten» – war während Jahrzehnten ein wichtiger Player im Schweizer Detailhandel. Zu den besten Zeiten belieferte die Usego fast 4000 selbstständige kleingewerbliche Läden in der Schweiz. Am Schluss gehörte Usego als Teil der Bon appétit Holding der deutschen Rewe-Gruppe. Diese stellte die Belieferung der unabhängigen Detailhändler – die unter den Marken Primo und Vis-à-vis auftraten – im Jahr 2003 ein. Zwei Jahre später liquidierte Rewe die Usego als rechtliche Einheit und verkaufte die die Marken Primo und Vis-à-vis an Volg.